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ler. zwischen Gott und den Menschen, wie Paulus i. Ti»moth. 2 , 5. bezeuget, wo er sagt: Es ist ein Gott undein Mittler zwischen Gott und den Menschen, nehmlich derMensch Jesus Christus.
Der Mensch war mit Gott, seinem Schöpfer, in dessen^Gemeinschaft alleinLeben und Seligkeit zu finden ist, ganzzerfallen und in Feindschaft gerathen, seine Untugenden schie»den ihn und Gott von einander. Sein Ungehorsam ge»gen Gott, seine muthwillige Abweichung von, ihm- undÜbertretung seiner heiligen Gebote, forderten GottesWahrheit und Gerechtigkeit auf, seine Drohungen an demsündigen Menschen zu erfüllen und ihn mit ewiger Strafezu belegen. Gott konnte sich selbst nicht verleugnen, nochseiner mnvcränderlichen Wahrheit und Gerechtigkeit etwasvergeben, so viel Mitleiden er auch mit dem gefallenenSünder hatte, so geneigt er auch nach seiner Barmher»zigkeit und Liebe war, ihn zu begnadigen und ihm wie»der ein Gott von vollkommner Seligkeit zu werden. DerMensch selbst hatte und wußte kein Mittel, die Hinder»nisse seiner Begnadigung zu heben und die GerechtigkeitGottes zu befriedigen, so daß Gott eben so wahrhaftig,gerecht und heilig, als gnädig und barmherzig erschien,wenn er dem Sünder alle seine Schuld erließe und ihn inseine Gemeinschaft wieder aufnähme. Za es fand nichteinmal eine unmittelbare Unterhandlung zwischen Gott unddem sündigen Menschen statt, dem Gott als die wesentlicheHeiligkeit ohne Mittler und Versöhner unzugänglich ist,wie ein verzehrend Feuer. Dabei hatte der verderbteMensch auch kein Verlangen nach der Aussöhnung undWiedervereinigung mit Gott, sondern ein abgeneigtes undfeindliches Herz gegen ihn, Lust zur Sünde und Gefallenan der Fleischlichgesinytheit, die eine Feindschaft widerGott ist. Zn dieser mißlichen Lage, worin es um dieWiedervereinigung des Sünders mit Gott so hoffnungslosanssah, trat der Sohn Gottes nach dem Willen seinesVaters ins Mittel, stellte sich als Mittler zwischen Gottund den Menschen dar, so daß der Vater im Hinblickauf seinen Sohn vom Sünder sagen konnte: Er sollteerlöset werden, daß er nicht hinunter fahre in das Ver»