Druckschrift 
1 (1828)
Entstehung
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271
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T e ? t.

^ ' Hohelied 8, 6. 7.

^ So, geliebte Zuhörer, empfiehlt sich die Kirche Jesu,ihm, ihrem himmlischen Bräutigam, in sein gnädiges An»

. denken und legt ihm ihr Verlangen nach einer recht ge»

ss nauen und beständigen Vereinigung mit ihm, nach mehr

Genuß und Erfahrung seiner Liebe, deren Süßigkeit, Kraft^ und Wohlthätigkeit sie erkannt hat und die sie mit einerf treuen, standhaften Gegenliebe zu beantworten wünscht, anden Tag.

; Dies müßten daher besonders die Empfindungen, Wün»

sche und Bitten einer gläubigen Seele nach dem Genuß. des heiligen Abendmahls seyn, worin sie ihren Bund mit- dem Herrn feierlich erneuert, worin ihr der höchste Be»weis seiner Liebe, feine Aufopferung für sie am Kreuzl mit ihren wohlthätigen Wirkungen und Früchten vor diei Augen gemalt, worin ihr ihre genaue Vereinigung mitl ihm, ihre Rechtfertigung, Versieglung und Heiligung,

l wie wir in der Vorbcreitungs» Predigt hörten, ihre Er»

u Haltung, Fortführung und Stärkung zum ewigen Leben,j! vorgestellt und zugesichert wird, wozu sie von Herzen Zan und Amen sagt, das sie immer völliger zu glauben undzu erfahren wünscht, worin sie aber auch an ihre hohe!'! Verpflichtung zur innigsten Liebe, Treue und Dankbar»keit gegen ihren göttlichen Freund und Bräutigam aufslebhafteste erinnert und mit neuen Entschließungen und Vor». sähen zur standhaften Erfüllung derselben durchdrungenwird.

1 Zn ihren Mund paßt daher die Bitte und Aeußerung. der Braut Christi in unscrm Texte: Setze mich wie

i ein Siegel auf dein Herz und wie ein Siegel

r auf deinen Arm. .Denn die Liebe ist stark wie

? der Tod und Eifer ist fest wie die Hölle. Ihre

Glut ist feurig und eine Flamme des Herrn,! daß auch viele Wasser die Liebe nicht mögen, auslöschen, noch die Ströme sie ersäufen.