Druckschrift 
1 (1828)
Entstehung
Seite
244
Einzelbild herunterladen
 

244

führen, und weil sie viel dazu bedürfen, muß er auch be»sonders viel für sie bethcn.

Anwendung.

So bethet denn auch viel für mich, geliebte Zuhörer,daß mir gegeben werde, so lang ich noch unter euch bin,das Wort der Wahrheit, das theure Evangelium, dessenBote ich bin, mit freudigem Aufthun des Mundes und mitgewünschtem Erfolg zu verkündigen, damit die Segnungendes Evangeliums, die seligmachende Erkenntniß Gottes undJesu Christi, der lebendige Glaube und die Liebe, wo»durch er thätig ist, Gerechtigkeit und Heiligkeit, Wahr»heit und Aufrichtigkeit, Zucht und Keuschheit, Trost undHoffnung, Friede und Freude in dem heiligen Geist rei»cher und allgemeiner unter uns werden, bei Alten undZungen, bei Reichen und Armen, bei Gesunden und Kran»kenz damit dem Herrn Jesu immer Mehrere gewonnenwürden und die ihm gewonnen worden, in dem ev-nge»lischen Gnadenstand befestigt und auf dem Wege des Glau»bens und der Gottseligkeit glücklich fortgeführt würden.Möchte ich es euch nicht vergeblich gezeigt haben, wiesehr die Diener des Evangeliums der Fürbitte bedürfen,wie nöthig und wohlthätig die Fürbitte überhaupt sey füralle Heilige, für allerlei Menschen, besonders auch für dieKönige, Fürsten und Obrigkeiten! Wer muß es nicht ge»stehen, daß Fürbitte thun besser, gottgefälliger, für unsund Andere nützlicher sei, als richten, tadeln und lästern?Wer muß es aber auch nicht gestehen, daß es bisher an 'der Fürbitte aus Glauben und Liebe allzusehr gefehlt hat?Möchte darum die gegenwärtige Vorstellung uns Alle zumneuen Eifer in der Fürbitte ermuntern und der Geist desGebeths über uns kommen, uns alle dazu beleben undstärken!

Wir müßen Gott preisen, daß er uns nach seiner gro»ßen Güte und Weisheit durch die befohlene Fürbitte ein ^