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Dies Alles will treue Knechte Christi oft muthlos ma-chen und ihnen alle Freudigkeit im Aufthun ihres Mundesbenehmen. Wie nöthig haben sie es daher, selbst fleißigzu bethen, aber auch von andern Gläubigen mit ihrerFürbitte unterstützt zu werden I Wenn gemeine Christen diesmehr bedachten, sie würden nicht so leicht richten, tadelnund schreien über ihre gläubigen Lehrer, aber mehr fürsie bethen, weil sie es vor Andern her bedürfen. Deswe-gen ersuchte Paulus auch die damaligen Christen, für ihnzu flehen, ernstlich, inbrünstig und öfters für ihn zu Gottzu bethen. Er war zwar ein auserwähltes Rüstzeug inder Hand des Herrn, war mit vielen Gaben des Gei-stes versehn und hatte mit großem Segen das Evange-lium gepredigt. Aber er wußte es auch sehr wohl, daßer Alles von dem Herrn empfangen und nichts aus sichhatte. Er war auch lebendig überzeugt, daß, wenn erferner glücklich in seinem Amt seyn sollte, er auch fernerdie Gnade dazu von Oben empfangen müße. Darum for-derte er die Gläubigen auf, für ihn zu flehen, so demü-thig war er und so großen Werth legte er auf die Für-bitte der Gläubigen. Er wünschte von Tag zu Tag mitneuer Kraft und Gnade ausgerüstet zu werden, das Ge-heimniß des Evangeliums, das von der Welt her ver-borgen gewesen war, mit freudigem Aufthun des Mundeszu bezeugen und auch in seinem herannahenden Alter, woein Sturm der Leiden auf den andern folgte, muthig undgetrost zu sein; darum forderte er die Gläubigen auf, fürihn zu flehen.
Hatte es Paulus so nöthig, daß die gläubigen Chri-sten viel für ihn betheten, wie viel mehr bedürfen es an-dere Lehrer! Die Gläubigen müßen sich auch nicht alleindurch die brüderliche Liebe, die sie ihren frommen Lehrernschuldig sind, bewegen lassen, viel für sie zu bethen, son-dern auch durch den wichtigen Einfluß, den eine gesegneteFührung ihrer Amtes auf ihre und Anderer geistliche Wohl-fahrt hat. Wem die Ausbreitung des Reiches Zesu, dieEhre Gottes, sein und des Nächsten Heil am Herzenliegt, dem muß auch daran gelegen seyn, daß die Lehrerdes Evangeliums ihr Amt mit Seg§n und Freudigkeit