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zu unterscheiden, den Kindern Milch und den Erwachsenenstarke Speise zu geben; dem sichern Sünder zu sagen :du mußt des Todes sterben, dem Selbstbetrognen seinenSelbstbetrug aufzudecken, den Selbstgerechten ihre Feigen»blätter und falschen Stützen zu nehmen, die Widerwärtigenmit Sanftmuth zu tragen, den Gefallnen aufznhelfen unddie Stehenden zu befestigen im Glauben und in der Gott»seligkeit; ein Vorbild der Heerde in allen Stücken desEhristenthums zu seyn. Wie viel gehört dazu!
Und wer sind die Boten des Evangeliums? Schwache,sündige Menschen, die ihren Schatz in irdenen Gefäßentragen, die aus sich nichts vermögen noch tüchtig sind,etwas Gutes zu gedenken, die mit ihren eignen Sündenund Verdorbenheiten noch immer zu streiten haben. AlleTüchtigkeit und Kraft zu einer treuen Führung ihres Amtsmuß ihnen vom Herrn gegeben werden. Es muß ihnengegeben werden, wenn sie ihren Mund mit Freudigkeit,mit Kraft, Sieg und Segen aufthun sollen. Sie sindaber nicht allein in sich schwach, sondern ihr wichtiges undschweres Amt wird ihnen noch durch Widerstand und Ver»folgung erschwert. Lag doch Paulus, als er diesen Briefschrieb, um des Evangeliums willen in den Ketten. DerTeufel und das ganze Reich der Finsterniß, das sie mitdem Schwerdt des Geistes, mit dem Wort Gottes an»greifen müßen, rüstet sich wider sie. Weil sie dem TeufelAbbruch thun und sein Reich in mancher Seele zerstören,so streitet er auch mit seinem Anhang am heftigsten widersie. Den Weltmenschen ist der Auftrag ihres Herrn unddie Sache, die sie führen, zuwider, sie haben keine Lust,die Friedensbothschaft mit den zugefügten Bedingungenanzunehmen. Das Evangelium ist den Hauptleidenschaftender verderbten Menschen, ihrem Stolz und Fleischessinnzuwider; darum war es auch den Juden ein Aergernißund den Heiden eine Thorheit. Spott und Schmach,Haß, Trotz und Kränkung müßen sie si ^ gefallen lassen.Ich sende euch, sprach Jesus zu seinen Jüngern, wie Scha»fe unter die Wölfe. Haben sie mich gehasset, sie werdeneuch auch hassen.