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Satan, der Hauptfeind unseres Heils, weiß es selbst, wieviel ein ernstliches Gebcth der Gläubigen wider ihn ver-magz darum ist er so geschäftig, sie daran zu verhindern,sie zum Aufschub des Gebeths und zur Saumseligkeitdarin zu verleiten, sie muthlos und furchtsam dabei zumachen durch seine Schrecknisse und Zweifel, durch zer-streuende Gedanken, durch sündliche und schändliche Einfälle,die er unter dem Gebeth in ihv Gemüth zu bringen sucht.Darum kommen auch so manche gerührte und überzeugteSeelen bei allen Aufweckungen und Vorsätzen, die siehaben, nicht zum rechten Durchbruch, zu einem völligenUebergang vom geistlichen Tod zum Leben, das aus Gottist, zur gläubigen Vereinigung und Gemeinschaft mit Chri-sto, weil sie sich vom Gebeth abhalten lassen, sich nichternstlich noch anhaltend damit beschäftigen. Würden siemit ihren überzeugten und gerührten Herzen gleich zuGott kommen und am Kommen bleiben, ihr Herz vor ihmausschütten, ihr Sehnen und Verlangen vor ihn bringen,ihr Elend und Verderben, ihren Mangel an allem gott- ,gefälligen und seligmachenden Guten, ihre Sünden undMissethaten, die sie von sich wissen, dem Herrn anzeigen,um die Vermehrung der erleuchtenden, herzveränderndenund gläubigmachenden Gnade des heiligen Geistes, um dieVergebung ihrer Sünden und Erneuerung ihres Herzenseinmal nach dem andern bitten, sich ihm und den Wir-kungen seines Geistes ganz ergeben, ihn anrufen, daß ersie nun völlig zu sich bekehre und alle Bande zerreiße,womit Satan, Welt und Sünde sie gebunden haben: eswürden nicht so Viele in den Stricken des Satans hangen >bleiben. Uebten sich Gläubige mehr im Gebeth, als sie ^durchgängig thun, sie würden auch mehr wider ihre Fein» lde ausrichten und bessere Fortschritte im Christenthum ma-chen, glücklich seyn in der Ablegung ihrer Sünden, die ih-nen ankleben und sie träge machen, geschickter seyn zu lau-fen durch Geduld in dem Kampf, der ihnen verordnetist. Wollen wir also glücklich im Streit und Sieg seyn,so müßen wir nothwendig Fleiß und Eifer im Ge-beth beweisen, bethen mit allem Bitten und Fle- >hen, wie Paulus im Texte ermuntert.