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es auch der treue Knecht Gottes Mose, und dieweilMose seine Hände emporhielt, siegte Israel; wenn eraber seine Hand niederließ, siegte Amalek. Das Aufhe-ben und Niederlassen der Hände Moses konnte zwar ansich selbst weder nutzen noch schaden; allein es gefiel demHerrn, seine Gotteskraft, Sieg und Segen mit diesemZeichen zu verknüpfen. Er wollte den ganzen Streit durch,fortwährend von Mose um seine Hülfe angerufen sein,welches durch das Aufheben der Hände zu erkennen ge-geben wurde, um dem ganzen Volk, vor dessen Augendies geschah, zu zeigen, daß der Sieg von ihm kommeund daß das Gebeth des Gerechten viel vor ihm vermö-ge, wenn es ernstlich ist. Denn das Aufheben der Hän-de ist eine Geberde, die man von Alters her im Gebethbeobachtete, um damit anzuzeigen, daß die Gedanken undBegierden des Herzens zu Gott gekehrt seyen, daß manGnade und Hülfe von ihm erwarte und zu empfangenbereit sey. Darum heißt es auch Klagl. 3 , 41: Laßtuns unser Herz sammt den Händen ausheben zu Gottin dem Himmel. Das that auch Mose, er Hub sein Herzsammt den Händen empor zu Gott, er bethete inbrünstig,ernstlich und gläubig. Um seinen Glauben und Eifer zustärken durch lebhafte Erinnerung an die Erhörung undHülfe, die ihm der Herr schon so oft hatte wiederfahrenlaßen, und diese dem Herrn vorzuhalten bei seinem gegen-wärtigen Flehen, hatte er seinen Stab, den er Vs. 9 denGottes-Stab nennt, weil er vermittelst desselben ihmund seinem Volk Heil und Hülfe hatte angedeihen lassen,mit sich auf den Berg genommen und hielt ihn in seinerHand. So lange Moses nun seine Hände bethend zuGott empor hielt, siegte Israel; wenn er aber seineHände aus Müdigkeit sinken ließ und zu bethen aufhörte,so siegte Amalek. Dieser Einfluß des Eifers und derNachläßigkcit im Gebeth wurde von Mose und denen,die bei ihm waren, Aaron und Hur, bald bemerkt; darumunterstützten sie die Hände Mose, daß sie immer in dieHöhe gerichtet blieben, bis die Feinde durch des Schwerd-tes Schärfe gedämpft waren.