>^ehr merkwürdig und lehrreich ist es, geliebte Zuhörer,was wir 2. Mos. 17, n. von dem Streit lesen, dendie Kinder Israel mit den Amalekitern führten; Daselbstheißt es: Dieweil Mose seine Hände emporhielt, siegte Israel; wenn er aber seine Handniederließ, siegte Amalek.
Diese merkwürdige und lehrreiche Begebenheit trugsich in der ersten Woche nach dem Ausgang der KinderIsrael aus Egypten zu, auf ihrer Reise nach dem LandCanaan durch die arabische Wüste, in einer Gegend, dieRaphidim hieß, wo Amalek sie feindselig angriff und wi-der sie stritte. Darum befahl Mose dem Josua, Männer,tapfere starke Leute aus Israel zu erwählen und mit ih-nen den Amalek zu bestreiten. Aber dabei ließ er es nichtbewenden, weil er nicht auf ihre Tapferkeit, sondern aufden Herrn sein Vertrauen setzte.. Er stieg mit Aaronund Hur auf einen Berg um zu bethen, den Herrn umHülfe und Sieg anz^rufen. So verband er als ein wei-ser, von Gott erleuchteter Mann die zweckdienlichen Mit-tel, die Gegenwehr der Israeliten und das Gebeth, sowie Paulus auch den Christen in ihrem geistlichen Streitdas Schwerdt des Geistes und das Gebeth beisawmenempfiehlt. Denn wir sollen selbst nicht unthätig sein, we-der im Leiblichen noch im Geistlichen, sondern mit Fleißund Treue die Mittel gebrauchen, die der Herr uns andie Hand giebt, aber uns dabei nicht auf unsere Weisheitund Thätigkeit, sondern auf den Herrn verlassen, ihn umBeistand, Segen, Schutz und Sieg anrufen. So machte