Druckschrift 
1 (1828)
Entstehung
Seite
191
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»Nehmet das Schwerdt des Geistes, welches ist das WortGottes,« treulich folgten, damit wir in dem wichtigenStreit, den wir mit den Feinden unseres Heils zu strei-ten haben, nicht unterliegen, sondern einen Sieg nach demandern davon tragen, bis wir aus der streitenden Kirchein die triumphirende übergehen. Wie theuer müßte unsdas Wort Gottes sein, wie innig müßten wir uns dieserköstlichen Gottesgabe freuen, wie dankbar dem Herrn da-für seyn, da es in aller Hinsicht so wohlthätig für unsist und uns auch in dem guten Kampf des Glaubens, denwir um unsere ewige Seligkeit zu kämpfen haben, sehrwesentliche Dienste leistet.

Was deucht euch, geliebte Zuhörer, habt ihr diesenguten Kampf, den Streit wider unsere geistlichen Feinde,Teufel, Welt und alle Sünden, ohne Ausnahme angefan-gen? bedient ihr euch des Wortes, wie unser Vorgängerim Streit, der Herzog unserer Seligkeit, Jesus Christus?Habt ihr das Wort Gottes zur Bekämpfung der Sünde,der Unwissenheit, des Jrthums und des Unglaubens, wo-durch Satan seine Werke und sein Reich in euch hatte, zurTödtung des alten Menschen, zur Zerstörung aller stolzenHöhen und Befestigungen zu gebrauchen angefangcn? ist esin euer Herz gedrungen, um es für Jesum einzunehmenund sein Reich darin aufzurichten? Hat es Erleuchtungund Sinnesänderung in euch gewirket, euch euer Sünden-elend, finsteres Verderben und geistliche Armuth aufgedeckt,euch zu Jesu Hingetrieben, daß ihr ihn zu eurem Herrnund Heiland angenommen und euch ihm ganz ergeben habt?

Wie Manche brauchen das Wort Gottes selbst nichtals ein Schwerdt des Geistes wider die Feinde ihresHeils, weil sie den guten Kampf der Buße, des Glau-bens und der Heiligung noch nicht angefangen haben,sondern im geistlichen Schlaf und Tod darnieder liegen,der Sünde willig dienen und sich um ihr ewiges Heilnicht bekümmern z und sie können es auch nicht leiden, daßcs von Andern an ihnen gebraucht wird, um sie für Chri-stum zu gewinnen, die Herrschaft der Sünde und des Un-glaubens in ihnen zu zerstören, ihre Vorurtheile und Zr-thümer, ihre fleischliche Sicherheit und ihren Selbstbetrug