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weine Verdorbenheit seufzen, gegen die Versuchungen zumBösen streiten und oft meine Saat auf den Geist mit !Thränen säenz es wird nicht immer so bleiben, hier binich nur ein Gast und Fremdling, meine Reise geht baldzu Ende und meine Erlösung nahet sich, ich gehe ihr mitjedem Schritt entgegen, bald sind alle Leiden überstandenund alle Kämpfe ausgestritten, und ich gehe in die himm» >lische Herrlichkeit ein, da wird mich kein Feind mehrdrängen, kein Leib des Todes mehr Plagen, da wird keinLeid noch Geschrei mehr- seyn. Da sind alle Thränenvon meinen Augen abgetrocknet, da diene ich meinem Gottin Vollkommenheit und geüießc Freude die Fülle und lieb-liches Wesen zu seiner Rechten immer und ewiglich. DieLeiden dieser Zeit sind nicht werth der Herrlichkeit, diedort an uns soll geoffenbaret werden. Das ist der Gläu-bigen Trost und Ruhm und Stärke. Diese lebendigeHoffnung macht, daß sie unter allen Leiden, Kämpfen undVersuchungen ihr Haupt muthig und getrost empor hebenkönnen, wie der Streiter unter dem Helm. Za je elen-der hier ein Kind Gottes ist, jemehr es gedrückt undangefochten wird, desto tröstlicher sind ihm die Verheis-sungen Gottes und desto süßer ist ihm die Hoffnung zurSeligkeit.
Mit dieser Hoffnung gewaffnet und gestärkt geht derGläubige auch dem Tod, dem letzten Feind, dem Königder Schrecken getrost entgegen und denkt, Christus ist meinLeben und Sterben ist mein Gewinn. Tod wo ist deinStachel? Hölle, wo ist dein Sieg?
Diese Hoffnung ist als eine Gabe Gottes und Fruchtdes heiligen Geistes ein köstlicher Schmuck der Seele,die sie Gott angenehm und frommen Menschen werthmacht. Gläubige können sich derselben mit Recht rühmen,wie Paulus Rom. 5 sagt, wir rühmen uns der Hoff-nung.