Druckschrift 
1 (1828)
Entstehung
Seite
152
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Sehet, geliebte Zuhörer, so löscht der Glaube diefeurigen Pfeile des Bösewichts aus, und desto geschwinder,je stärker er ist und je sorgfältiger er angewandt wird.O wie nöthig ist es darum, daß die Heilsbegierigen ihnstets bei der Hand haben, ihn schätzen und brauchen,wie die alten Soldaten ihren Schilds daß sie auf seineStärkung bedacht sind, und alle von Gott dazu ver»ordneten und empfohlenen Mittel fleißig gebrauchen, dasGebeth, das Wort Gottes und auch das heilige Abend»mahl. Der Feind selbst weiß, wie sehr das heilige Abend»mahl geeignet ist den Glauben der Christen zu erwecken,zu beleben und zu stärken; darum ist er auch um die Zeitdesselben so geschäftig ihnen allerley in den Weg zu legen,sie davon abzuhalten und zum Aufschub zu bewegen, odersie doch am gesegneten Genuß desselben zu verhindern,ihnen Zank, Streit und Verdruß zu bereiten, ihr in»wohnendes Verderben auf allerley Weise zu erregen undsie in eine üble, düstre Gemüthsstimmung zu bringen,ihnen das wahre Christcnthum oder doch ihren eignenGnadenstand verdächtig zu machen, sie mit allerlei beun»ruhigenden Zweifeln oder andern feurigen Pfeilen zuplagen. Können es die Gläubigen auch nicht verhindern,daß der Bösewicht seine feurigen Pfeile auf sie wirst,so wie man es auch in der freien Lust nicht verhindernkann, daß Ungeziefer auf uns fliege und krieche; sindauch die treuesten und gcfördcrtsten Christen vor seinenfeurigen Pfeilen nicht sicher, mäßen sie es leiden, daß erdieselben auch bei ihren heiligsten Handlungen, unter demGebeth, bei dem Lesen und Hören des göttlichen Worts,bei der Vorbereitung zum heiligen Abendmahl und unterdem Genuß desselben auf sie wirft: so brauchen siedoch nicht zu verzagen, sie haben an ihrem Glauben einenSchild, womit sie sie auslöschen und unschädlich machenkönnen, und je mehr sic hier gestritten und gesiegt haben