in der Kraft des Glaubens, der die Stärke des Herrnergreift, desto herrlicher wird auch ihre Krone seyn.
Wie sehr wäre es darum zu wünschen, daß der theureGlaube durch die geschehene Beschreibung von demselben,unter der verborgnen Mitwirkung des heiligen Geistes,der sich zu seinem Wort bekennt und es lebendig macht,in vielen gewecket und belebet worden fey, und durch dieFeyer des heiligen Abendmahls gestärket werde, damiter uns noch besser wie bisher zum Schild dienen könnegegen die feurigen Pfeile und listigen Anläufe des Teufels,und wir sie geschwinder und völliger auslöschen können.Denn ach! wie viele unter uns, selbst unter denen, dievon Zeit zu Zeit das heilige Abendmahl mit genießen,zeigen cs mit ihrem herrschenden Sinn und Wandel, daßsie den gerecht» und seligmachenden Glauben nicht haben,und wenn sie unter der Erklärung des Textes nach denangegebenen Eigenschaften, Wirksamkeiten und Kennzeichendes wahren Glaubens bei sich gefragt haben, so werdensie sie nicht gefunden haben. Diese sind darum auchnicht geschickt das heilige Abendmahl recht zu genießen,sich Jesum und sein Versöhnopfer zu ihrer Rechtfertigungund Heiligung zuzueignen, oder sich desselben als einesSchildes zu bedienen. Ach daß bei diesen ein Sehnenund Verlangen, ein Seufzen und Bitten, ein heiliges Be»kümmern und Trachten nach demselben erwachte! Wieoft und wie lange wollt ihr es euch sagen lassen, daß ihrbei eurem Mangel an lebendigem Glauben von der Gemein»schaft Jesu und seines Heils ausgeschlossen, in einem ge»jährlichen und verlornen Seelenzustande, unter dem ZornGottes, in der Gewalt des Satans und in der Gefahrdes ewigen Verderbens seyd, ohne darüber bekümmert undauf Erlösung bedacht zu werden. Wendet euch doch zuJesu, der eua) Verlornen noch immer nachgeht und seineHände nach euch ausreckt, der der Anfänger und Vollen»der des Glaubens ist. Klagt ihm euren glaubenlosen Zustandund bittet ihn um den Geist des Glaubens, daß er eureAugen und Herzen aufthue, euch zur Erkenntniß eurerselbst und des Herrn Jesu bringe, Buße und Glaube ineuch wirke, daß ihr nicht verloren werdet, sondern das