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erstickt sie wieder und reinigt das Herz. Er zeiget ihnenin dem Leiden Christi, wie abscheulich die Sünden sind.und wie schwer ihm die Versöhnung geworden, wie sanftemüthig, geduldig, still und demüthig er in seinen Leidengewesen, wie undankbar sie seyn würden, wenn sie derSünde Raum ließens wie unwerth sic sich ihm durchStolz, Wollust und Zorn machen würden. Der Glaubebringt sie zu Zesu Füßen, daß sie ihn um seinen Geistund Beistand anrufen, er stützt sich dabei auf seine Ver»heißung: die Sünde soll nicht herrschen über euch; wenndie Sünde mächtig geworden ist, so ist die Gnade nochmächtiger.
Will Satan mit scharfen Anklagen nnd Beängstigun»gen ihrer begangenen Sünden wegen, wie mit feurigen,Pfeilen in sie dringen, der Glaube lehrt sie antworten:bin ich auch ein großer Sünder, habe ich auch viel Gutesunterlassen und viel Böses gethan, so ist doch der gerechtund heilig, der an meine Stelle getreten ist und für michgenug gethan Hatz seine Gerechtigkeit und Heiligkeit, wo»gegen nichts einzuwenden ist, ist die meinige, sein Blutmacht mich rein von allen Sünden. Wer will die Aus»erwählten Gottes beschuldigen? Gott ist hier, der dagerecht macht. Wirft er ihnen gotteslästerliche, schänd»liehe Dinge ein, wovor ihre Seele zurückbebt: derGlaube lehrt sic, sie verachten, sich davon abwenden zuihrem Erlöser hin, er überzeuget sie, daß sie nicht ih»nen, sondern dem Bösewicht zugerechnet werden, vondem sie Herkommen und daß das Blut der Bespren»gung, das für sie redet, sie von allen Befleckungenreinigt. Ueberfällt er sie mit Schrecknissen, der Glaubelehret sie zu Jesu ihre Zuflucht nehmen und sich in ihmverbergen, bei ihm Schutz und Hülfe suchenz denn seinName ist ein festes Schloß, der Gerechte läuft dahin,und wird beschirmet.