Aber nicht allein die Augen des Herrn sehn vorzüg-lich nach dem Glauben, sondern auch die Augen des Fein-des z weil er weiß, wie wohlthätig, gottgefällig, kräftig,heibringend und siegreich der Glaube ist, darum sucht erihn auf alle Weise zu verhindern, vor allen Dingen zuschwächen und zu rauben. Wie nöthig ists darum auch,geliebte Zuhörer, daß wir auf den Glauben das größteGewicht legen, wie die alten Krieger auf den Schild, daßwir ihn vor allen Dingen zu erlangen, zu bewahren, zugebrauchen und zu vermehren suchen. Wie werth undwichtig muß uns darum auch das heilige Abendmahl sein,weil es dazu verordnet und geeignet ist, den Glauben zustärken und der Dichter mit Recht davon sagt: Wie lieb-reich ist dein Liebesmahl, da seh ich, mit was Angst undQual die Liebe dich umhüllet, da wcrd ich als aus deinerHand, mit deinem theuersten Gnadenpfand, erquickt, mitLust erfüllet, wenn du, Jesu in Erbarmen dich den armenSeelen schenkest, und an deinen Eid gedenkest.
Diejenigen, woran Paulus schrieb, hatten bereits denwahren Glauben empfangen. Wenn er sic nun ermahnt,sie sollen ihn ergreifen, so fordert er sie auf, ihren theu-ren Glauben zu erwecken und zu bewahren, darin fest zuwerden, ihn immer bei der Hand zu haben, in allen Vor-fällen zu brauchen und in der Ucbung desselben eine Fer-tigkeit zu erwerben.
n. T v e i l.
Der Nutzen, den sie sich im geistlichen Streit davonversprechen können und den er ihnen im zweiten Theil un-seres Textes angiebt, ist sehr groß z denn mit dem Schilddes Glaubens können sie auslöschen die feurigenPfeile des Bösewichts. Dieser Bösewicht ist nie-mand anders als der Teufel, dessen Paulus schon vorhernamentlich gedacht hatte, als des vornehmsten unter un-