Abel, Enoch,. Noah, Abraham sammt den übrigen Erz»vätern, Propheten und frommen Gliedern des jüdischenVolks sind allein durch Glauben Gott gefällig und vor ihmgerecht worden, haben allein durch den Glauben ihre gro-ßen Thaten verrichtet, ihre schweren Trübsale standhaft er-duldet und ihre mächtigen Feinde siegreich überwunden,wie Paulus Ebr. n. bezeuget und dabei versichert, daßes ohne Glauben unmöglich sey Gott zu gefallen. Wiehart bestrafte aber Gott auch den Unglauben der Israeli-ten in der Wüste, und wie oft hält Paulus dies den Chri-sten in seinen Briefen zur Warnung vor, daß sie nicht indas nehmliche Exempcl des Unglaubens fallen möchten.
Unser Heiland hat auch in feinem Wandel auf Erdenauf nichts so sehr gesehen als auf den Glauben, aufnichts so sehr gedrungen als auf den Glauben, an nichtssein Wohlgefallen so laut bezeiget als am Glauben. Ersing feine Predigt damit an, daß er ausrief: Thut Bußeund glaubt an das Evangelium; Marc. i. Und er schloßsie auch damit, daß er ausrief: Glaubet an das Licht,dieweil ihr es habt; Zoh. 12. Zu der Martha sprach Je-sus: So du glauben würdest, so solltest du die Herrlich-keit Gottes sehen; Zoh. n ; und zu dem Vater des kran-ken Knäbleins: Wenn du glauben könntest! alle Dinge sindmöglich dem, der da glaubet; Marc. 9. Nichts hat Je-sus auch an seinen Feinden und Freunden so sehr getadeltals ihre Unentschlossenheit zum Glauben. Zu seinen Fein-den sprach er: So ihr nicht glaubet, daß ich es sey, sowerdet ihr sterben in euren Sünden; Zoh. 8; und zu sei-nen Freunden: O ihr Thoren und trägen Herzens zuglauben allem dem, das die Propheten geredet haben; Luc.24. Nichts hat Zesus auch in seinem Wandel auf Erdenso sehr gelobt und erhoben, geehrt und belohnt als denGlauben, wie wir aus seinem hohenpriestcrlichen GebethZoh. 17. und aus der Geschichte des Hauptmanns zu Ca-pernaum und der Cananitin sehen. Zu dem ersten spracher: Wahrlich, solchen Glauben habe ich in Israel nicht ge-funden! gehe hin, dir geschehe , wie du geglaubt hast;.Marc. 8. Und zu der andern: O Weib, dein Glaube istgroß; dir geschehe, wie du willst. Marc. i 5 .