Druckschrift 
1 (1828)
Entstehung
Seite
88
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will auch Paulus sagen: wir haben nicht so sehr mitFleisch und Blut, mit Menschen zu kämpfen, sondern viel-mehr mit Fürsten und Gewaltigen, nehmlichmit, den Herren der Welt, die in der Finster-niß dieser Welt herrschen, mit den bösen Gei-stern unter dem Himmel.

Weil Paulus zuerst von dem listigen Anlaufen desTeufels redet und gleich darauf sagt: wir haben nicht mitFleisch und Blut zu kämpfen z so erhellet daraus, daß erdurch die Fürsten und Gewaltigen und Herrn der Weltauch keine Menschen, sondern die gefallnen Engel mit ih-rem Oberhaupt, dem Teufel verstehe, so wie er sie auchalle zusammen böse Geister unter dem Himmel nennt.

a) Fürsten heißen einige unter den bösen Geistern,weil andere ihnen untergeordnet sind und sie selbst unterden Menschen, die sich von ihnen verführen und überwindenlassen, Unterthanen haben, die ihnen gehorchen und die siebeherrschen. Das sind alle natürliche, unbußfertige Men-schen, von denen die heilige Schrift sagt: daß sie in derObrigkeit der Finsterniß liegen und vom Teufel gefangengehalten werden nach seinem Witten in seinen Stricken.Darum nennt sie unser Heiland auch einen Pallast des Sa-tans, den er als ein stark gewapneter bewahrt, und denSatan selbst nennt er einen Fürsten dieser Welt, wenn erIoh. 14, sagt: Es kommt der Fürst dieser Welt undhat nichts an mir.

k) Den Teufel und seine Fürstengel beschreibt derApostel ferner als Gewaltige, weil sie große Machtbesitzen, die sie in der Beherrschung der Gottkosen, undin ihren Anläufen gegen die Frommen beweisen, weswegensie auch Pforten, Mächte und Kräfte der Hölle und derFinsterniß genannt werden. Ihre Gewalt ist freilich nichtunumschränkt, daß sie thun könnten, was sie wollten, sieflehen damit unter Gott und können sie nicht weiter trei-ben, als Gott es ihnen zuläßt, wie wir aus der GeschichteHiobs sehn und aus Matth. 6. wo wir lesen, daß sie oh-ne Jesu Erlaubniß nicht einmal in eine Heerde Säuefahren durften. Ihre Gewalt ist auch nicht allgemein.Sie erstreckt sich nur über die Unbekehrten, worüber sic