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thun beflissen gewesen sind, verkennt uns nicht, übersiehtauch das Geringste nicht, das wir aus Liebe zu ihm thun,sondern bleibt uns ein gnadenreicher Vergelter, und seineGnade ist auch so beschaffen, daß wir uns an derselbenkönnen genügen lassen.
Und eben dadurch, geliebte Zuhörer, daß wir in AllemChristo zu dienen suchen, als seine Knechte und MägdeAlles mit Hinsicht auf ihn thun, weil- er es befohlen hat,und uns nach seinem Wohlgefallen dabei richten, machenwir auch unsre irdischen Geschäfte zu einem Gottesdienstund werden der göttlichen Gnadenbelohnung dafür em-pfänglich! Denn wenn wir das Pflichtmäßige und Gute,das wir thun, blos um der Menschen willen thun, um.von ihnen keine Vorwürfe zu bekommen, ihnen zu gefallen,von ihnen gelobt und'belohnt zu werden, oder unfern zeit-lichen Nutzen dadurch zu befördern: so dienen wir Gottund Christo nicht damit, sondern uns selbst, nehmen mitden zeitlichen Vortheilen, die wir allenfalls erlangen, un-fern Lohn dahin und haben vor dem Herrn keine Gnaden-vergeltung zu erwarten. Aber wenn wir uns Christo zumEigenthum ergeben haben, seine Knechte und Mägde ge-worden sind, um seinetwillen gehorsam, treu, fleißig, dienst-fertig, mäßig, hülfreich, wohlthätig, tugendhaft sind, weiler es befohlen hat, um ihm dadurch wohlzugefallen, ihmund seinem Evangelium Ehre zu machen: dann dienen wirihm und werden an ihm einen gnädigen und reichlichenVergelter finden für Alles, was wir in unserm StandeGutes thun, es sey groß oder klein, zu den zeitlichenVortheilen, die wir dadurch bekommen, erlangen wir dannnoch die geistlichen, himmlischen und ewigen. Wie lehrreich,ermunternd, tröstend und stärkend ist also der Unterricht,den Paulus hier den christlichen Knechten und Mägdenertheilt! Wie glücklich sind sie in Zeit und Ewigkeit, wennsie ihm folgen und sich täglich dazu Gnade, Weisheit undKraft vom Herrn erbitten!