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chen Gesellschaft auf Erden und dereinst selige Bürger desHimmels werden. Darum mäßen sie auch dazu angeführtwerden und ihre Aeltern sie erziehen in der Zucht, oderUnterweisung, sie belehren, unterweisen, zum Guten an»leiten und vom Bösen abmahnen. Damit mäßen sie früheanfangen, weil sie die ersten und natürlichen Lehrer ihrerKinder sind^ Es ist ein irriger und unseliger Wahn,wenn man meint, daß die Kinder der Zucht und Unter»Weisung nicht eher fähig wären, bis sie ziemlich erwach»sen sind. Gottes Wort und die Erfahrung lehren dasGegentheil. Es thut sich frühe Wiß » und Lehrlwgierdebei den Kindern hervor, die unterhalten, benutzt und gutgeleitet werden muß. Sie bemerken auch frühe, was gutund böse ist, was die Aeltern ihnen verbieten und befeh»len. Sie sind guter Eindrücke fähig z aber das natürlicheVerderben äußert sich auch bald an ihnen z durch Eigen»willen, Zorn, Hang zu Lügen, Afterreden und Zanken,zur Hoffart, Unmäßigkeit und dergleichen Unarten. Dennsie sind in Sünden empfangen und geboren. Sie bestä»tigen noch immer dies alte Zeugniß Gottes von der Be»schaffenheit des gefallenen Menschen: das Tichwn und
Trachten des menschlichen Herzens ist böse von Zugendauf. i. Mos. 8 , 21. Gegen die bösen Neigungen der Kin»der mäßen die Aeltern nicht blind sein, sie nicht geringachten, viel weniger dazu lachen oder sie gar nähren, son»dern ihnen mit Liebe und Ernst entgegenarbeiten, sie dar»über unterrichten, wie schädlich und unanständig sie sei,ihnen ihr Mißfallen daran und ihren Unwillen darüberzu erkennen und zu fühlen geben, sie hingegen zur Auf»richtigkeit, Wahrheit, Redlichkeit, Verträglichkeit, Fried»fertigkeit, Demuth, Geduld, Barmherzigkeit, Mäßigkeit,Ordnung, Reinlichkeit, Schamhaftigkeit, zum Fleiß undGehorsam, ermahnen und anhalten, ihnen das Nöthige,Nützliche und Gottgefällige dieser Tugenden beizubringenund einzuschärfen suchen, über ihren Umgang wachen, undsie von schlechter Gesellschaft, so viel sie können, entfernen.Gesegnet sind die Väter und Mütter, die sich selbst vonder Welt unbefleckt bewahren und auch ihre Kinder in ge»nauer Aufsicht zu halten suchen, daß ihre Seele nicht ver»dorben werde. Denn wehe der Welt der Aergerniß halber!