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Jahren die Einsichten der Kinder zunehmen, wie viel sieihren Aeltern zu verdanken haben, desto mehr muß auchdie Ehrerbietung gegen sie zunehmem Und wenn sie auchlängst unter der Aeltern Aufsicht weg sind und in solchenVerhältnißen stehen, daß der eigentliche Gehorsam gegensie nicht mehr Platz haben kann; so muß doch die Ehr»erbietung fortwähren.
n. T h e i l.
Laßt uns nun auch die Gründe erwägen, womit Pau-lus seine Ermahnung zum Gehorsam und zur Ehrerbietunggegen die Aeltern unterstützet. Er giebt dieser Gründedrei am Der erste besteht darin: Es istbillig. Der zweite:Es ist Gottes Gebot. Der dritte: Es ist der Weg zum Wohl-ergehen.
i) Es ist billig. Ihr Kinder, sagt er, seyd gehorsameuren Aeltern in dem Herrn, denn das ist billig. Na-tur, Vernunft und Gefühl lehren es schon, daß Kinderihren Aeltern Gehorsam und ehrerbietige Liebe schuldig sind,weswegen es auch die Heiden, die Gottes Wort nichthaben, zu allen Zeiten anerkannt und ihre Weltweisen essehr empfohlen haben.
Die genaue Beziehung, worin Kinder mit ihren Ael-tern stehn, verbindet sie dazu.
». Die Aeltern sind ihre ersten und natürlichsten Obernund Vorgesetzte, so wie sie der Aeltern rechtmäßiges Ei-genthum sind. Gott hat sie als Werkzeuge gebraucht, ih-ren Kindern das Leben zu geben und braucht sie auch alsWerkzeuge, ihr Leben zu erhalten, sie zu erziehen und zuregieren, daß sie nützliche Glieder der menschlichen Ge-sellschaft auf Erden und selige Bürger des Himmels wer-den. Was ist darum billiger, als daß die Kinder ihnengehorchen und folgen, sie lieben und ehren. Sie könnensich selbst das Leben nicht krhaltelu Sie kommen in einem