ir. Die Geständnisse des Christian Hamacher sind wohl aufähnliche Weise entstanden. Er glaubte, wie ganz Kein,daß Conen erschlagen scy und daß Fonk hierum wüßte.Indem er gegen ihn aussagte, wollte er ihn ans Beken-nen bringen, wie cs mit der Ermordung Cönens ei-gentlich hergcgangen. Auch glaubte er, daß Hahncnbciirum die Ermordung wisse. Er bat daher Herrn »virSandt, daß man diesen vernehmen möge, „dann derkönne sein Retter scyii."
iz. Es ist nicht selten, daß Leute durch falche Aussagenin Verwirrung gebracht werden, und in der Verwirrungan das Bekennen. — Auch war dieses noch bei derKölner Douanenfamilie geschehen, welche eine Iudcn-Familic des Mordes beschuldigte, und die als falscheZeugen hingerichtel wurden.
»4. Die Aussagen Hamachers sind keine Kerker^Nothlüge,sondern ei» wohleefuudencs Gefäugnißgeschichtchen, wel-ches besonders an dem Umstande mit der Brieftasche-kcnittlich ist, — von der der beschrankte Kiefcrmcistcr sicheingeredct, daß sie wichtige Papiere enthalten.
.15. Zusanimcustcllung der Gründe, die es sehr unwahr-scheinlich machen, daß Conen ermordet worden.
1. Die große Unbedeutenheit der Wunden-
2. In der ganzen Prozedur hat sich keine Person ge-funden, die vernünftigerweise ein Interesse hatte habenkönnen, ihn aus dem Wege zu raumen.
;. Wenn Conen in Köln erschlagen wäre, so würdedas Hcrausschaffcn der Leiche aus einer Stadt, die Mau-ern und Thorc hat, große Schwierigkeiten gehabt, undwahrscheinlich auf eine Spur des Mordes geführthaben.
4. Die große Zahl der Selbstmörder an Fabrikortcn.Dann Pie zurückgegangenen Vermogensumstände vonConen. — Endlich noch mehrere Nebcnumstände, die cswahr/cheinlich machen, daß er des Abends von dem Al-tenmarkte nach dem Rheine gegangen.