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24 (1852) Die Verlobten
Entstehung
Seite
499
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Euch, fügte er mit einer drohenden Geberde hinzu, ich werdeaugenblicklich in Freiheit sein."

Knabe," erwicderte der Pilger, seine Arme verächtlich inseinen Mantel hüllend.Ich verachte deine Drohungenich verlasse dich nicht, bevor wir uns besser kennen gelernthaben."

Auch ich," rief Damian,möchte gerne wissen, ob duMensch oder Teufel bist; und nun zur Probe!"

Während er dieß sprach, fiel die letzte Fessel klirrend aufden Boden nieder, und in demselben Augenblicke sprang erauf den Pilger los, faßte ihn beim Kragen, und rief, wäh-rend er drei verzweifelte Versuche machte, ihn emporzuheben,und auf den Boden niederzuwerfen:Dieß dafür, daß Lueinen Edelmann verleumdet hast dieß dafür, daß du ander Ehre eines Ritters gezweifelt und dieß (mit einernoch gewaltigern Anstrengung), daß du eine Dame geschmähethast.«

Jede Anstrengung Damians hätte, wie es schien, einenBaum entwurzeln können; allein ob fie schon den alten Mannzum Wanken brachte, so konnte fie ihn doch nicht zum Fallenbringen, und während Damian keuchend seiner letzten Kraftaufbot, erwiederte er:Und du, nimm dieß dafür, daß dudeines Vaters Bruder so rauh behandelt hast!" Bei diesenWorten erlitt Damian von Lacy, der beste jugendlicheRenner in Cheshire, keinen sanften Fall auf den Boden desKerkers.

Langsam und staunend erhob er sich; allein der Pilgerhatte jetzt seine Kappe und Dalmatika weggcnommen, undseine Züge waren, wiewohl fie Spuren des Alters und einesheißen Klima zeigten, die seines Oheims, des Constabel, derruhig sagte:Ich glaube, Damian, du bist stärker, oder ich