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24 (1852) Die Verlobten
Entstehung
Seite
498
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Die Sache ist ganz einfach und klar, in so weit sie meinarmer Verstand begreift," erwicderte der Pilger.Niemandist verpflichtet, treu gegen den zu handeln, der nicht auchtreu gegen ihn zu handeln gesonnen ist. Kommt der Ver-rätherci Eures Oheims zuvor, und laßt ihn sein nur nochkurzes und ohnmächtiges Leben in dem verpesteten Kerker aus-hauchen, zu dem er Eure jugendliche Kraft verdammen will.Die königliche Bewilligung hat Euch Ländereien zuerkannt,die Euch ein ehrenvolles Dasein sichern; und warum wolltetIhr nicht mit ihnen die von Ksräe cloloureuse vereinigen?Eveline wird, wenn ich mich nicht sehr irre, nicht Nein sagen.Ja, ich gebe meine Seele zum Pfände, daß sie Ja sagen wird;denn ich bin von ihren Gesinnungen genau unterrichtet, undwas ihre Verlobung betrifft, so wird ein Wort von KönigHeinrich an seine Heiligkeit gesprochen, da sie jetzt wiedervöllig versöhnt sind, den Namen Hugo von dem Pergamentevertilgen, und an seine Stelle den Namen Damian setzen."

Ja fürwahr," sagte Damian sich erhebend, und seinenFuß auf den Stuhl setzend, damit der Kerkermeister um soleichter die letzte Fessel, die ihn belastete, abnehmen konnteich habe von Dingen der Art gehört, die mit anscheinen-dem Ernste in Rede und Haltung, mit schlauen Rathschlägcn,die künstlich auf die Schwächen der menschlichen Natur berech-net waren die Zellen verzweifelnder Menschen besuchten,und ihnen manche lockende Versprechungen machten, falls sieden Pfad des Heils verlassen, und ihre Schleichwege betretenwollten. Dieß sind des Satans theuerste Gesellen, und aufsolche Art ist der böse Feind selbst erschienen. Im NameuGottes, alter Mann, wenn du ein menschliches Wesen bist,entferne dich! Ich liebe deine Worte, liebe deine Gegenwartnicht! Ich verachte deine Rathschläge. Und merkt es