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bei, wie bei allem Andern, die junge Lady sich ganz passiv be-nahm) und küßte und segnete sie als sie das Zimmer verließ,mit einer Art wieder auflebcnder Zärtlichkeit. So unbedeu-tend auch dieser Beweis von Güte war, so war er doch un-erwartet, und öffnete gleich Moses Stabe die verborgenenWasserquellen.
Eveline weinte — eine Erleichterung, die ihr an diesemTage versagt gewesen war — sie betete — und endlich schliefsie, wie ein Kind, unter Schluchzen ein, nachdem ihr Geist indiesem Ausbruch ihrer Gemüthsbewegung einige Beruhigunggefunden hatte.
Sie wachte mehr als einmal während der Nacht auf undrief sich dann düstre und verworrene Träume von Zellen undSchlössern, Leichenbegängnissen und Hochzeiten, von Kronen,Foltern und Galgen zurück, allein gegen Morgen sank sie ineinen liefern und sanfter» Schlaf, und ihre Träume nahmenebenfalls diesen mildern Charakter an.
Die Frau von Knicks ckoloureu8e schien sie anzulächeln,und ihrer Anbeterin Schutz zu versprechen. Auch der Schat-ten ihres Vaters erschien, und mit der Kühnheit einer Träu-merin betrachtete sie das Ebenbild ihres Vaters zwar mitEhrfurcht, allein ohne Bangen. Seine Lippen regten sich,und sie vernahm Worte — ihre Bedeutung aber wurde ihrnicht ganz deutlich — nur das verstand sie, daß sie Hoffnung,Trost und bevorstehendes Glück verhießen. Auch glitt eineweibliche Gestalt mit glänzenden blauen Augen, die auf dieihrigen gerichtet waren, in ein Unterkleid von saffrangelbcrSeide, und einen himmelblauen Mantel von altem Schnittegehüllt, herbei. Sie glänzte in jener milden und zartenSchönheit, die den schönsten Gesichtern eigen ist. Es war,wie sie glaubte, die Brittin Vanda; allein in ihrem Gesichte