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24 (1852) Die Verlobten
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bisher verschwiegen hatte, was er in jener Nacht gesehen,glaubte, in DamianS Unglücke sich einen Vortheil durch dieMittheilung dieser Geschichte zu erringen.

Dieser neue so unerwartete und so betrübende Schlagdiese neue Beschuldigung, die so schwer zu erklären und un-möglich abzuläugnen war, schien Evelinen ihr und ihres Lieb-habers Schicksal zu besiegeln, während der Gedanke, daß sieihre aufrichtige und hochherzige Dienerin in ihren Fall ver-wickelt habe, Alles war, was noch dazu fehlte, sie in einenZustand gefühlloser Verzweiflung zu versetzen.

Glaubt von mir, was Ihr wollt," sagte sie zu ihrerTante,ich will mich nicht länger vertheidigen, sagt was Ihrwollt, ich will nichts mehr erwiedcrn bringt mich, wohinIhr wollt, ich will nicht länger Widerstand leisten. Gottwird zur rechten Zeit meine Ehre reinigen möge er mei-nen Verfolgern verzeihen."

Unmittelbar darauf und mehrere Stunden dieses unglück-lichen Tages hindurch, schlich Lady Eveline bleich, kalt undschweigend, auf den leisesten Wink der Acbtissin oder ihrerdienenden Schwestern, von der Kapelle zum Refectorinm undvon"dem Refectorinm wieder zur Kapelle, und schien die man-nigfaltigen Entbehrungen, Bußen und Vorwürfe, denen siesich im Laufe dieses Tages unaufhörlich auSgesctzt sah, nichtstärker zu empfinden, als eine marmorne Statue die Unfreund-lichkeit der Luft, oder die Regentropfen, die auf sie herabfal-len, und sie mit der Zeit zerstören müssen.

Die^Aebtlsfin, die ihre Nichte liebte, obschon sie ihre Zu-neigung zu ihr, oft auf eine quälende Weise an den Taglegte, gerieih in Bestürzung und nahm ihren Befehl, Evelinein eine schlechtere Zelle zu führen, zurück. Ja sie war so-gar selbst gegenwärtig, als man sie zu Bette brachte (wo-