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24 (1852) Die Verlobten
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den war. Doch auch diese Haft war streng genug, denn un-verheirathete Tanten, mögen sie nun Aebtisstnnen sein odernicht, pflegen nicht sehr nachsichtig gegen die Art von Jrr-thümcrn zu sein, deren Eveline angeklagt war; und das un-schuldige Mädchen war auf mancherlei Weise genöthigt, ihrBrod mit Beschämung und Herzeleid zu essen. Jeden Tagwurde ihr ihre Gefangenschaft unerträglicher, besonders durchSticheleien, die abwechslungsweise die Gestalt des Mitleidens,des Trostes, und der Ermahnung annahmen, die aber, ihrergeborgten Hülle beraubt, unverkennbarer Hohn waren. Ro-sa's Gesellschaft war Evelinens einziger Trost in dieser Be-trübniß, allein auch sie wurde ihr an jenem Morgen, wo soviele wichtige Ereignisse in Karcke üoloureuse statt hatten,entzogen.

Das unglückliche junge Mädchen fragte umsonst eine mür-rische Nonne, die an Rosa's Statt erschien, um ihr beimAnkleiden beizustehen, warum ihre Freundin und Gefährtinvon ihr entfernt worden sei. Die Nonne beobachtete überdiesen Gegenstand ein hartnäckiges Stillschweigen, machte abermanche Bemerkungen über die Wichtigkeit, die man dem eit-len Putze eines schwachen staubgeborenen Kindes beilege, sowie über den Jammer, daß selbst eine Braut des Himmelssich gezwungen sehe, ihre Gedanken von ihren höheren Pflich-ten abzulenken, und sich heiablaffen müsse, Schnallen zu be-festigen, und Schleier zu ordnen.

Die Aebtissin jedoch erklärte ihrer Nichte nach der Fröh-mctte, daß ihre Dienerin nicht bloß auf eine kurze Zeit vonhier entfernt worden sei, sondern daß man sie wahrscheinlichin ein Kloster vom strengsten Orden cinschließen werde, weilsie ihrer Gebieterin behülflich gewesen sei, Damian de Lacyin ihr Schlafgemach einzulaffen. Ein Krieger de Lacy's, der

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