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„Mein Lehnsherr und Fürst," sagte de Lacy, sein Knie vorKönig Heinrich beugend. „Könnt Ihr dieß hören, und Euremalten Diener eine Bitte abschlagen? — Schonet dieses Man-nes! verlöscht ein solches Licht nicht, weil eS wild und unge-regelt leuchtet!"
„Auf, auf, de Lacy! und schäme dich deiner Bitte," sagteder König. „Deines Vetters Blut — das Blut eines edlenNormannen klebt an der Stirne und den Händen des Walli-sers an. So wahr ich gekrönter König bin, er soll sterben,ehe es abgewischt ist — hier! führt ihn ab zur augenblick-lichen Hinrichtung."
Unverzüglich wurde Cadwallon unter starker Bedeckungabgeführt."
„Du bist toll, de Lacy — du bist toll, mein alter undtreuer Freund, daß du dieses von mir verlangst," sagte derKönig, indem er de Lacy zum Aufstehen nöthigte. „Siehstdu nicht, daß ich in dieser Sache nur für dich Sorge trage?— Dieser Randal hat sich durch Freigebigkeit und Verspre-chungen viele Freunde erworben, die vielleicht nicht so leichtzum Gehorsam gegen dich zurückkehren würden, da du arman Macht und Reichtbum deine Heimath wieder betreten hast.Lebte er noch, so würden wir Mühe haben, ihn der erworbe-nen Gewalt ganz zu berauben. Wir danken dem walliserMörder, daß er uns von ihm befreit hat; allein seine Anhän-ger würden uns des falschen Spiels bezüchtigcn, falls jetzt derMörder verschont bliebe- Wenn Blut mit Blut bezahlt wird,so wird Alles vergessen werden, und ihre Treue wiederum inihrem alten Bette Dir, ihrem rechtmäßigen Lehensherrn, zn-strömen.
Hugo von Lacy erhob sich von seinem Knie und versuchteehrfurchtsvoll, die politischen Gründe seines schlauen Monar-
Die Verlobten. LI