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„Gut denn," sagte der Barde, »vernimm die Wahrheit.
— Ich war zu stolz, um der Welle oder dem Walliser zu er-lauben, Antheil an meiner Rache zu haben. Vernimm auch,was vielleicht CadwallonS Schwäche genannt werden muß.Umgang und Gewohnheit hatten meine Gefühle gegen deLacy zwischen Abscheu und Bewunderung getheilt. Ich ge-dachte noch immer meiner Rache, allein als einer Sache, dieich niemals vollführen zu müsten glaubte, und die mir mehrein Wolkenbild zu sein schien, als ein Gegenstand, dem ichmich eines Tages nähern mußte. Und als ich dich," sagte er,sich gegen de Lacy kehrend, »an dem heutigen Tage so ent-schlossen, so mannhaft entschlossen sah, dein finsteres Schicksalals ein Mann zu ertragen, — daß du mir dem letzten T-urmeeines zertrümmerten Pallastes zu gleichen schienst, der nochimmer sein Haupt gen Himmel emporhebt, wenn die pracht-vollen Mauern und die glänzenden Gemächer ringsum inTrümmern liegen — da sprach ich bei mir selbst, eher magich untergeben, ehe ich ihn dem Untergang weihe! Damals,ja damals — nur vor einigen Stunden noch — würde ich,hättest du meine angebotene Hand angenommen, dir getreuergedient haben, als je ein Diener seinem Herrn diente. MitVerachtung wieset Ihr sie zurück — aber auch dann nochmußte ich Euch, wie ich glaubte, über den Kampfplatz, aufwelchem Ihr meinen Herrn erschlugt, in dem ganzen Stolzenormännischen Uebcrmuthes traben sehen, ehe der Entschluß,den Streich zu führen, der Euch zugedacht, wenigstens einenEurer frechen Brut tödtete, in mir zur Reife gelangen konnte.
— Mehr Fragen mag ich nicht beantworten — führt michzum Beile oder zum Galgen — für Cadwallon ist dieß gleich-gültig. — Bald wird meine Seele bei ihren freien und edlenVorfahren sein."