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24 (1852) Die Verlobten
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von dem Sattel, ohne Seufzer oder Zuckung, wie ein Stierim Amphitheater unter dem Stahle des tauriäor sinkt. Indemselben Augenblicke saß sein Mörder, den blutenden Dolchschwingend und das Roß zur eiligen Flucht antreibend, indem Sattel.

Es war in der That die Möglichkeit vorhanden, daß ihmseine Flucht gelingen konnte. So erstarrt waren im erstenAugenblicke alle Umstehenden durch die Schnelligkeit und Kühn-heit der Unternehmung allein Wilkin Flammock verließ seineGeistesgegenwart nicht er faßte den Zügel des Rosses undmit Hülse derer, die nur eines Beispiels bedurften, nahm erden Reiter gefangen, band ihm die Arme und rief laut, ermüsse vor König Heinrich geführt werden. Dieser Vorschlag,in Flammocks starkem und entschiedenem Tone gesprochen, be-schwichtigte das tobende Geschrei über Mord und Verrath,das dadurch entstanden war, daß die verschiedenen Völker-schaften angehörenden und daher feindlich gegen einandergesinnten Zuschauer sich gegenseitig den Vorwurf der Ver-räthcrei machten.

Allein alle Ströme vereinten sich jetzt in Einen Kanal unddrängten sich nach Karäe äoloureu8e hin. Nur wenige vondem Gefolge des gemordeten Edelmanns blieben zurück, umden Leichnam ihres Gebieters mit der geziemenden feierlichenTrauer von dem Orte weg zu tragen, den er mit so großemGlanze und Triumphgepränge betreten hatte.

Als Flammock die Karcks üoloureuse erreichte, wurde ermit seinem Gefangenen und den Zeugen, welche er zur Ueber-führung des Verbrechers gewählt hatte, willig eingelassen.Auf seine Bitte um eine Audienz aber ward ihm geantwor-tet, der König habe besohlen, Niemanden zu ihm einzulassen.Allein die Nachricht von des ConßabelS Ermordung war so