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24 (1852) Die Verlobten
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befremdend, daß der Hauptmann der Garde Heinrichs Ein»samkeit zu stören wagte, um ihm dieses Ereigniß mitzutheilen;auch kehrte er alsbatd mit dem Befehle zurück, Flammock undsein Gefangener solle augenblicklich in das königliche Gemacheingelassen werden. Hier fanden sie Heinrich, von mehrerenPersonen umgeben, die ehrfurchtsvoll hinter dem königlichenSitze in einem finstern Theile des Gemachs standen.

Als Flammock cintrat, bildeten seine starken und massivenGlieder einen auffallenden Gegensatz mit seinen aus Entsetzenüber das eben Geschehene erbleichten Wangen, so wie mitder Scheu, die er darüber empfand, daß er sich in dem könig-lichen Audienzzimmer befand. Neben ihm stand sein Gefange-ner, uneingeschüchtcrt durch die unglückliche Lage, in der ersich befand. Das Blut seines Schlachtopfers, das aus derWunde gespritzt war, zeigte sich auf seinen nackten Gliedernund seinen kargen Kleidern; besonders aber auf seiner Stirneund dem Tuche, mit dem sie umwunden war.

Heinrich sah ihn mit einem finstern und wilden Blicke an,den der Mörder nicht nur ohne Zagen ertrug, sondern sogarmit mürrischem Trotze zu erwiedern schien.

»Kennt Niemand diesen Bösewicht," sagte Heinrich ringsumher schauend.

Keine unmittelbare Antwort erfolgte, bis Philipp Guarineaus der Gruppe, welche sich hinter dem königlichen Stuhlebefand, hervortrat, und wiewohl nicht ohne Stocken sagte:»Erlauben Eure Gnaden, mein Lchensherr, aus seiner son-derbaren Tracht möchte ich schließen, daß er ein zum Haus-halte meines Gebieters gehörender Minstrel ist, Renault Vidalgenannt"

»Du irrst dich, Normann," erwiederte der Minstrel, »meindienender Stand und meine niedrige Abkunft waren bloß an-