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stand; denn der Schaden, welchen Vater Aldrovand währendder Belagerung erlitten hatte, war noch nicht ersetzt.
Jedoch glaubte Vidal, er habe ihn sagen gehört, daß erhier den Constabel treffen wolle, um ihn um seine gütigeVerwendung zu bitten.
„Folgt mir denn," murmelte der Priester; „die Flamän-der kennen mich, und werden mich durchlassen."
Allein da Vater Aldrovand in Ungnade stand, so war seinEinfluß nicht so mächtig, als er sich geschmeichelt hatte, under und der Minstrel wurden im Gedränge hin und her ge-schoben und von einander getrennt. Vidal aber ward vonden englischen Bauern, die zuvor mit ihm gesprochen hatten,erkannt. „Verstehst du einige Gaukeleien, Minstrel," sagteder Eine- „Du könntest dir ein Schönes erwerben, denn un-sere normännischen Gebieter lieben die Taschcnspielerstreiche."
„Ich kenne bloß Ein Kunststück," sagte Vidal, „und ichwill es Euch zeigen, wenn Ihr mir einigen Raum gewähre»wollt.«
Sie traten hierauf ein wenig zurück, und ließen ihm Zeit,seine Mütze abzulegen, Knie und Beine zu entblößen, indemer die ledernen Halbstiefel, in die sie eingehüllt waren, hin-wegthat, und nur seine Sandalen am Fuß behielt. Dannband er ein buntfarbiges Tuch um seine schwärzliche undsonnenverbrannte Stirne, schleuderte sein Ueberwamms weg,und zeigte seine kräftigen und muskeligcn Arme bis zu denSchultern entblößt; allein während er die ihn unmittelbarUmgebenden mit diesen Vorbereitungen belustigte, entstandeine lebhaftere Bewegung unter der Menge. Diese und dernahe Schall der Trompeten, der durch alle flamändischenBlasinstrumente, und durch den Jubelruf der Normännerund Engländer: „Lang lebe der tapfere Constabel! — Unsere