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24 (1852) Die Verlobten
Entstehung
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Liebe sie schwindet dahin, Rache sie währet fort.

Der Blitz zerstöret die Tempel, ob ihre Spitze» die Wolke» berühren.Stürme zerstören Armadas, ob ihre Segel den Wind anffangcn;

Sr, der pranget im Glanze de« Ruhm«, Er fällt durch die Hand de«

schwächer» Feinde«.

Liebe sie schwindet dahin, Rache sie währet fort.

Er strömte noch mehr dieser wilden Bilder aus, von de-nen jedes in irgend einer, obschon seltsamen und entfernten,Beziehung mit dem Thema stand, das gleich einem Chor amEnde einer jeden Stanze sich fand. So glich diese Poesieeinem Musikstücke, das nach den mannigfaltigsten und selt-samsten Exkursionen zuweilen wieder zu der einfachen Melodiezurückkehrt, der jene als Ausschmückung dienen.

Während der Minstrel sang, waren seine Augen auf dieBrücke und deren Umgebung geheftet; allein als er beim Endeseines Gesanges den Blick nach den fernen Thürmen vonvsrüe ckoloureuse erhob, so sah er, daß die Thore geöffnet,und Diener und Truppen außerhalb der Festung aufgestelltwurden» als ob irgend eine Expedition sich in Bewegungsetzen, oder eine wichtige Person auf dem Platze erscheinensollte. Zu gleicher Zeit warf er sein Auge rings um sich her,und gewahrte, daß die Landschaft, die so einsam war, alser seinen Sitz auf dem grauen Stein einnahm, von welchemaus er sie überschaute, sich jetzt mit Gestalten anfüllte.

Während seiner Träumerei hatten sich verschiedene Perso-nen einzeln und in Gruppen, Männer, Weiber und Kinderauf beiden Seiten des Flusses versammelt, und verweiltendaselbst, als ob sie irgend eiu Schauspiel erwarteten. Auchin der Nähe der flamändischen Mühlen» die er, obschon sieetwas weiter entfernt waren, ebenfalls übersehen konnte,gewahrte man ein reges Leben. Hier schien sich eine Proces-