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24 (1852) Die Verlobten
Entstehung
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einen vorübergehenden Strahl der untergehenden Sonne auf-fingen und zurückstrahllcn.

Die Miene des Minstrels, die bisher finster und zerstörtgewesen war, schien durch die Ruhe des Schauspiels eine«sansiern Ausdruck anzunchmen- Er warf sein Pilgergewandzurück, so daß dessen dunkle Falten ihn gleich einem offenenManie! umffoßen, unter dem der Waffenrock eines Minstrelssich zeigte. Hierauf nahm er eine rate (eine kleine Art vonLaute, die vermittelst eines Rades gespielt wurde), spieltevon Zeit zu Zeit einen walliser Triller, und sang sodann einLied, von dem wir bloß einige Bruchstücke mitthcilen können,die aus der alten Sprache, in der fie gesungen wurden, buch-stäblich übersetzt worden find. Wir müssen nur noch die Bemer-kung vorausschicken, daß sie in jenem abschweifendcn spmbolischenStiele geschrieben sind, den Taliesfin Clcwarch, Hen und andereBarden vielleicht aus den Zeiten der Druiden herlciteten:

Ich fragte meine Harfe, wer hat deine Saite» beschimpfet?

Da sprach sie, der gekrümmte Finger, den ineine Töne verhöhnten.

SS krümmt sich die Klinge von Silber die stählerne dauert an«Liebe sie schwindet dahin Rache sie währet fort.

Sanft fließt über die Lippen der süße Meth,

Aber de« Wermuth« Saft zernaget sie lange.

Das Lamm wird zur Schlachtbank geführt,

Doch frei ans den Bergen schwärmet der Wolf.

Liebe sie schwindet dahin, Rache sie währet fort.

Ich fragte das gischende Eisen, das auf dem AmbvS flimmerte,

Warum glühest d» länger als der Feuerbrand?

Mich gebar der finstre Schooß der Erde, die Fackel der grünende Wald,"Liebe sie schwindet dahin, Rache sic währet fort.

Ich fragte die Eiche il» Wald, warum ihre Zweige den Hörnern des

Hirsches gleiche».

Und sic zeigte mir a» der Wurzel einen kleinen nagenden Wurm,

Der Knabe, der Peitjche gedenkend, öffnete die Pforte de« Schlöffe« um

Mitternacht.