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24 (1852) Die Verlobten
Entstehung
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467
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ohne Speise nicht erhalten werden könne. Allein es lag ihmwahrscheinlich etwas auf dem Herzen, das ihm seinen Appetitraubte, oder die Gurgel zuschnürte- Nach einem vergeblichenVersuche, einen Bissen hinunter zu schlucken, warf er diesenvoll Ekel hinweg, und nahm eine kleine Flasche zur Hand,in der er etwas Wein oder sonst ein geistiges Getränk hatte.Allein auch dieser ekelte ihn, wie es schien, an, denn er warfsowohl den Becher als die Pilgertasche von sich, beugte sichüber die Quelle hin, trank in langen Zugen von dem reinenElemente, wusch sodann in demselben Gesicht und Hände, undanscheinend gestärkt und erfrischt von der Quelle sich erhebend,setzte er seinen Weg langsam fort, und sang während desGehens in einem tiefen und melancholischen Tone wilde Bruch-stücke alter Poesie in einer gleich alten Sprache.

Auf diese trübe Weise wanderte er vorwärts, und bekamendlich die Schlachtenbröcke zu Gesicht, in deren Nähe dasberühmte Schloß Karäs ckoloüreuse sich in stolzer und düstererHoheit erhob- »Hier also," sagte er,soll ich den stolzen deLacy erwarten. Sei's in Gottes Namen! er soll mich bes-ser kennen lernen, ehe wir von einander scheiden."

So sprechend, eilte er mit großen und entschlossenen Schrit-ten über die Brücke, erstieg eine Anhöhe, die sich in einigerEntfernung auf der entgegengesetzten Seite erhob, und be-trachtete einige Zeit lang das vor seinen Blicken entfalteteSchauspiel den schönen Fluß, der im Golde des Abend-himmels herrlich erglänzte, die Bäume, welche für dasAuge durch die Farbe des Herbstes bereits lichter und Heller,für die Phantasie und Einbildungskraft aber düsterer undtrüber geworden waren und die finstern Wälle und Thürmedes lchnöherrlichen Schlosses, von dem manchmal ein Licht-schimmer herüber blitzte, wenn die Waffen der Schildwachen

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