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24 (1852) Die Verlobten
Entstehung
Seite
453
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Bedenkt, Mylord," sagte Vidal,Alles ist verlorenLiebe, Eigcnthum, hoher Rang und glänzender Ruhm erstnoch ein Haupt der edlen jetzt ein armer Pilger "

Willst du meines Unglücks spotten," sagte Hugo erzürnt;allein dieß wird doch wie natürlich hinter meinem Rückengeschehen, warum sollt' ich cs daher in meiner Gegenwartnicht dulden? So wißt nun, Minstrel, und schafft es inein Lied um, wenn Ihr Lust dazu habt, daß Hugo de Lacy,der Alles verloren hat, was er nach Palästina brachte, undAlles, was er in seiner Heimath zurückließ, doch noch Herrseiner selbst ist. Unglück kann ihn hinfort nicht mehr erschüt-tern, eben so wenig als der Wind, der die Eiche ihrerBlätter beraubt, den Stamm derselben zu entwurzeln ver-mag."

Ja beim Grabe meines Vaters," sagte der Minstrel ent-zückt,dieses Mannes edle Würde überwiegt meinen Ent-schluß!" Mit diesen Worten eilte er auf den Constabel zu,und ergriff seine Hand mit größerer Zutraulichkeit, als Män-ner von de Lacy's Range zu gestatten pflegten.

Hier," sagte Vidalauf dieser Hand dieser edlenHand entsage ich," allein, ehe er weiter sprechen konnte,zog Hugo de Lacy, der vielleicht dieses freie Benehmen alseine Folge seiner gesunkenen Lage betrachtete, rasch seine Handzurück, und gebot dem Minstrel mit finsterer Stirne, aufzu-stehen und sich zu erinnern, daß das Unglück de Lacy's Per-son keineswegs zu einem Gaukelspiel geeignet gemacht habe "Beleidigt stand Renault Vidal auf.Ich hatte," sagteer,die weite Kluft zwischen einem armorikanischen Geigerund einem hohen normännischen Baron vergessen. Ich glaubtedieselbe Tiefe des Kummers, derselbe Ausbruch der Freudehabe, für einen Augenblick wenigstens, die künstlichen Schran-