nennen waren. Endlich erschien Randal mit dem Banner sei-nes alten Hauses und von soo rüstigen Kriegern begleitetvor Karäe aoloureugo, und vereinigte sich da mit HeinrichsLager.
Die Burg war bereits hart bedrängt, und die wenigendurch Wachen, Wunden und Entbehrungen geschwächten Ver-theidiger mußten jetzt auch noch den Kummer erleben, daseinzige Banner in England, von dem sie Hülfe erwarten konn-ten, gegen ihre Mauern entfaltet zu sehen.
Die begeisterten Ermahnungen Evelincns, die sich wederdurch Unglück noch durch Entbehrungen beugen ließ, verlorenallmählig ihre Wirkung auf die Vertheidiger des Schlosses.Häufig wurden Vorschläge zur Uebergabe in den stürmischenRathsversammlungen gemacht, in die sich nicht nur die unternOffiziere, sondern auch viele der gemeinen Soldaten einge-drängt hatten, wie dieß in Zeiten allgemeinen Elends immerzu gehen pflegt, wo sich alle Bande der Zucht auflösen undjeder sich die Freiheit aneignet, für sich selbst zu sprechen undzu handeln. Zu ihrem Erstaunen erschien unter ihnen, wäh-rend es in ihrer Versammlung stürmischer als je zuging, Da-mian de Lacy, der eben von dem Krankenbette, das ihn solange gefesselt hatte, aufgestanden war. Bleich und schwach,die Wangen durch das geisterartige Aussehen, das eine langeKrankheit zurückläßt, entstellt, lehnte er sich auf seinen PagenAmelot. »Edle Herren und Krieger," sagte er — »doch weß-halb soll ich euch so nennen — edle Männer find stets bereit,für eine Jungfrau zu sterben, und Krieger verachten das Le-ben in Vergleichung mit ihrer Ehre."
„Hinaus mit ihm!" riefen einige Soldaten ihn unterbre-chend aus, „er will uns, die wir unschuldig sind, lieber den