Druckschrift 
24 (1852) Die Verlobten
Entstehung
Seite
442
Einzelbild herunterladen
 

Verrathertod sterben, und in unfern Rüstungen über denMauern aufknüpfen lassen, als sich von seiner Dirne trennen."

Still, frecher Sklave," sagte Damian mit donnernderStimme,oder mein letzter Streich soll ein gemeines Zielhaben, und einen Schurken, wie du bist, niederschmettern; undihr," fuhr er die Uebrigen anredend fortihr, die ihr vorden Beschwerden eures Berufes zurückschaudert, weil sie derTod einige Jahre früher beendigen kann, als es sonst gesche-hen würde ihr, die ihr gleich Kindern bei dem Anblickeeines Todtcnkopfes bangt, glaubt nicht, daß Damian de Lacysich auf Kosten eures Lebens, das euch so theuer ist, rettenwill. Findet euch mit König Heinrich ab. Uebergcbt michseiner Gerechtigkeit oder seiner Strenge, oder schlagt mir,wenn ihr dieß lieber wollt, den Kopf vom Rumpfe, undschleudert ihn als ein Friedenszeichen über die Mauern desSchlosses. Die Reinigung meiner Ehre will ich der Gottheitüberlassen. Mit einem Worte, liefert mich todt oder lebendigaus, oder öffnet die Thore, damit ich mich selbst ausliefer«kann. Nur, wenn ihr Menschen seid, da ich nichts Besseresvon euch sagen kann, sorgt wenigstens für die Sicherheiteurer Gebieterin, und sucht Bedingungen zu erlangen, dieihre Sicherheit verbürgen, und euch von der Schanderetten, als feige und meineidige Schurken in die Gruft zufahren"

«Ich glaube, der Jüngling spricht gut und vernünftig,"sagte Wilkin Flammock.Ja laßt uns ihn dem KönigeauSliefcrn, und uns und der Lady dadurch das Leben sichern,bevor der letzte Bissen unserer Mundvorräthe verzehrt ist."

Ich würde diese Maßregel schwerlich vorgeschlagcn ha-ben," sagte oder murmelte vielmehr Vater Aldrovand, dererst kürzlich vier Vorderzähne durch einen Steinwurf ver-