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24 (1852) Die Verlobten
Entstehung
Seite
437
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stets Falschheit gescholten, wenn sie unfern Leidenschaftenfeindlich gegenüber steht."

»Höre ihn, Philipp Guarine," rief der Constabel aus, sichrasch gegen seinen Knappen kehrend;er spricht von meinemUnglücke, von der Unehre meines Hauses von der Verdor-benheit derer, die ich am meisten in der Welt geliebt habe von Allem diesem spricht er mit ruhigem Blicke, ungetrüb-tem Auge und fester Stimme! Ist dicß kann dieß natür-lich sein? Ist de Lacy so tief gesunken, daß seine Unehrevon einem gemeinen heimathlosen Minstrel so ruhig ausge-sprochen werden darf, als ob sie ein Thema für eine eitleBallade wäre. Vielleicht," rief er, einen wüthenden Blickauf den Minstrel schießend,vielleicht willst du eine darausmachen?"

Vielleicht würde ich dieß thun," sagte Vidal,müßte ichmich nicht dabei an das Unglück Renault Vidals erinnern,der einem Herrn diente, welcher weder die Geduld besaß, Be-leidigungen und Unrecht zu ertragen, noch den Muth hatte,sie an den Urhebern seiner Schande zu rächen."

Du hast recht, du hast recht! guter Bursche," rief derConstabel hastig aus;die Rache allein ist uns noch übriggeblieben doch wen soll sie treffen?"

Während er dieß sprach, ging er schnell auf und ab, dannwurde er plötzlich still und rang seine Hände in der tiefstenGemüthsbewegung.

»Ich sagte cs dir," flüsterte der Minstrel dem Knappenzu, daß meine Nachrichten endlich einen wunden Fleck treffenwerden. Erinnerst du dich an das Stiergefecht, das wir inSpanien sahen? Tausend kleine Wurfspieße reizten und pei-nigten das edle Thier, bevor es den letzten tödtlichen Stoßvon der Lanze des maurischen Reiters empfing."