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„Nein, nein," erwiederte er schnell, »nicht verheirathet,vielleicht nur verlobt — warum nicht? Die Frist ihres altenVerlöbnisses war verstrichen, warum sollte sie nun nicht eineneue Verbindung eingehend"
„Lady Eveline und Sir Damian de Lacy sind nicht ver-lobt, so viel ich weiß," erwiederte der Diener.
Diese Antwort brachte de Lacy's Geduld auf's Aeußerste.
„Hund! erfrechst du dich mit mir zu spielen," rief er aus.„Elender Bänkelsänger, du marterst mich. Sprich das Schlimmstemit einem Male aus, oder ich will dich augenblicklich zumHofsänger des Satans machen."
Mit ruhiger Fassung erwiederte der Minstrel: „Lady
Eveline und Sir Damian find weder verheirathet noch ver-lobt, Mylord. Sie haben pur smours geliebt und zusammen-gelebt."
„Hund, und Sohn eines Hundes! Du lügst." Mit diesenWorten faßte der empörte Baron den Minstrel an der Brust,und schüttelte ihn mit aller Macht. Allein so groß auch seineKraft war, so war sie doch nicht im Stande, Vidal, einengeübten Ringer, der festen Stellung, die er angenommenhatte, zu entreißen. Ebensowenig vermochte die Wuth seinesHerrn die ruhige Fassung des Minstrels zu erschüttern.
„Bekenne, daß du gelogen hast," sagte der Constabel ihnloslaffend, nachdem seine Anstrengung keine größere Bewe-gung hervorgebracht hatte, als menschliche Kräfte an altenDruidensteinen, die sich zwar erschüttern, aber nicht bewegenlassen, hervorzubringen vermögen.
„Könnte ich mir mein Leben, sa das Leben meines ganzenStammes durch eine Lüge erkaufen," sagte der Minstrel, „ichwürde dennoch keine ausfprechen; allein die Wahrheit wird