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men, Mensch, sprich! Sei wegen meiner unbesorgt — ich kannSchlimmeres ertragen, als die Zunge eines Menschen aus-zusprechen vermag; du sah'st mich in den Schlachten vonPalästina, wo meine tapfer» Begleiter rings um mich her,Mann für Mann, fielen, und ich fast allein übrig blieb —und erblaßte ich damals? Du sahst mich, als des SchiffesKiel knirrend auf dem Felsen lag und die Wogen schäumendüber das Verdeck schlugen — erblaßte ich damals? — nein,und auch jetzt werde ich nicht erblassen."
„Rühmt Euch nicht," sagte der Minstrel, fest auf den Con-stabel blickend, als dieser die Miene und Haltung eines Man-nes annahm, der dem Schicksale und seinen ärgsten TückenTrotz bietet. — Rühmt Euch nicht und trauet Euch nichtmehr zu als Ihr zu tragen vermögt."
Eine minutenlange Pause erfolgte, während welcher dieGruppe ein merkwürdiges Gemälde bildete. Der Constabel,der den Minstrel nicht zu fragen wagte, und sich doch schämte,Furcht vor der Übeln Botschaft, die ihm mitgetheilt werdensollte, an den Tag zu legen, stand seinem Boten in erhabe-ner Stellung, mit übereinandergeschlagcnen Armen und ent-schlossener Stirne gegenüber, während der Minstrel, seinergewöhnlichen Apathie durch die Macht des Augenblicks ent-rissen, einen scharfen durchdringenden Blick auf seinen Ge-bieter heftete, als ob er versuchen wollte, ob sein Muth ächtoder nur scheinbar sei-
Philipp Guarine dagegen, dem der Himmel zwar ein rau-hes Aeußere ertheilt, aber weder Verstand noch Beobachtungs-gabe versagt hatte, faßte seinerseits Vidal fest in's Auge, umzu untersuchen, was für eine Bewandtniß es mit dem tiefenInteresse habe, das anscheinend in den Blicken des Minstrelsglänzte, und von dem man nicht recht wußte, ob es die rege