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stabel von Chester, und in dir seinen Knappen, den so häu-figen Vollstrecker seiner Befehle gegen die Walliser erkannt "
»Ich gestehe," sagte Philipp Guarine, „daß augenblicklicherTod unser Schicksal gewesen wäre, hätte nicht dieser Schlau-kopf uns als Pilger dargestellt, und unfern Dollmetscher ge-spielt; allein dadurch verhinderte er uns auch die geringstenErkundigungen über den Zustand der Dinge hie zu Land ein-zuziehen, an deren Kenntniß Eurer Herrlichkeit viel gelegensein mußte und mit denen es leider sehr schlecht zu stehenscheint."
„Immer noch bist du ein Narr, Guarine," sagte der Con-stabel; „denn steh! hätte Vidal cs übel mit uns gemeint,so hätte er uns ja den Wallisern verrathen, oder zugebenkönnen, daß wir uns selbst durch unsere etwaige Bekanntschaftmit ihrem Kauderwelsch verrathen hätten."
„Gut, mein Gebieter," sagte Guarine, „man kann mich zumSchweigen bringen, aber überzeugen wird man mich nicht.So schöne Worte er auch reden — so liebliche Weisen er auchspielen mag — immer wird Renault Vidal in meinen Augenein finsterer und verdächtiger Mensch sein, dessen Gefichtszügestets bereit find, sich in die Form zu schmiegen, welche amgeeignetsten ist, Zutrauen zu erwecken; dessen Zunge dazugeschaffen ist, zu der einen Zeit die schmeichelhaftesten undangenehmsten Worte zu schwatzen und zu einer andern Gerad-heit oder plumpe Ehrlichkeit zu heucheln, und dessen Auge,wenn er sich unbeachtet wähnt, jedem angenommenen Aus-drucke seines Gesichtes, jeder Betheurung seiner Ehrlichkeitoder jedem höflichen und freundlichen Worte, das über seineLippen gekommen ist, widerspricht. Allein ich spreche nichtweiter hievon; ich bin blos ein alter Kettenhund von derächten Rase — ich liebe meinen Herrn, allein ich kann einige