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24 (1852) Die Verlobten
Entstehung
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gesagt, daß du ein eiferfichtiger Narr bist. Wie oft hat Vi-dal seine Treue unter Versuchungen seine Geschicklichkeitin schwierigen Lagen seinen Muth in Schlachten seineGeduld in Leiden bewährt?"

«Das mag Alles wahr sein, mein gnädiger Herr," er-wiederte Guarine,allein doch was nützt es, hievon zusprechen? Ich gestehe, daß er Euch manchmal gute Dienstegeleistet hat, allein sehr ungern möchte ich Euer Leben undEure Ehre in Renault Vidals Macht gegeben wissen."

Im Namen aller Heiligen, du eigensinniger und arg-wöhnischer Thor, was hast du an ihm zu tadeln?"

Nichts, mein Gebieter," antwortete Guarine,als einengewissen instinktmäßigcn Argwohn und Widerwillen gegenihn. Das Kind, welches eine Schlange sieht, weiß nichtsvon ihren bösen Eigenschaften, und doch wird es ihr nichtnachjagen, und sie wie einen Schmetterling erhaschen. Sol-cher Art ist meine Abneigung gegen Vidal ich kann michderselben nicht erwehren. Ich könnte dem Menschen seinebösartigen und finstern Seitenblicke verzeihen, wenn er sichvon Niemand beobachtet glaubt; allein sein hämisches Lachenkann ich ihm nicht verzeihen. Es gleicht dem der Bestie, vonder wir in Judäa gehört haben, und die lachen soll, ehe fiezerreißt und zerstört."

Philipp," sagte de Lacy,es thut mir leid für dichvon Herzen leid, daß eine so gewaltige und ungegründeteEifersucht das Gehirn eines tapfer« alten Kriegers beherrscht.Konnte er hier, bei unserem letzten Unglücke, früherer Be-weise seiner Treue gar nicht zu gedenken, es anders als gutmit uns meinen, als wir durch einen Schiffbruch auf dieKüsten von Wales geworfen, zu augenblicklichem Tode ver-urtheilt gewesen wären, hätten die Cymrier in mir den Con-