Endlich erreichten sie einen Rasenhügel, auf dessen Gipfelsich eines jener Grabmäler berühmter brittischcr Häuptlingebefand, das aus ausrechtstehenden Granitblöcken bestand, dieso zusammengestcllt waren, daß sie einen steinernen Sarg,oder etwas der Art bildeten. Schon längst war die Gruftvon den siegreichen Sachsen entweder aus Muthwillen, oderaus eitler Neugierde, oder weil sie daselbst Schätze zu findengeglaubt hatten, erbrochen worden. Der ungeheure flacheStein, welcher ehedem den Deckel des Sarges, wenn mansich dieses Ausdruckes bedienen darf, ausgemacht batte, lagin einiger Entfernung von der Grabstätte in zwei Stücke zer-brochen, und das Gras und die Schlingkräuter, mit denendie Trümmerstücke überwachsen waren, zeigten deutlich, daßsie sich schon seit vielen Jahren an ihrem gegenwärtigen Ortebefanden. Ein verkrüppelter Eichbaum breitete immer nochseine Aeste über das offene und rauhe Mausoleum aus, alsob das Wahrzeichen und Sinnbild der Druiden, obwohl zer-schmettert und vom Sturme gebrochen, den letzten Ueberbleib-seln ihrer Verehrung noch immer seinen Schutz gewährenwollte.
„Dies also ist der List-vsen," sagte der kleinere Pilger,„und hier müssen wir die Botschaft unseres Kundschafterserwarten; allein, Philipp Guarine, was haben wir als Er-klärung der Verwüstungen, die wir geschaut haben, zu er-warten?"
„Irgend einen Einfall der walliser Wölfe, Mylord," cnt-gegnete Guarine- „Ja bei Unsrer Frau, hier liegt ein armessächsisches Schaf, das sie erhascht haben."
Der Constabel, denn er war der vorausgehende Pilger,kehrte sich bei diesen Worten seines Knappen um, und sahden Leichnam eines Mannes in hohem Grase liegen, durch