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24 (1852) Die Verlobten
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Die Pilger waren diesen Morgen über einen Schauplatzder Verheerung gekommen, der denen, die sie während derKreuz,üge so oft betreten hatten, an Elend und gränzenloserVerwüstung nichts nachgab. Sie hatten Weiler gesehen,welche die ganze Wuth des Krieges gesuhlt zu haben schienen;denn die Häuser waren niedergebrannt, und an manchen Or-ten hingen die Leichname der unglücklichen Einwohner, odervielmehr die Ueberbleibscl derselben an eigens zu diesem Zweckeerrichteten Galgen, oder an Bäumen, die, wie es schien, ein-zig und allein zum Besten der Henker stehen geblieben waren.Lebende Creaturen sah man keine, ausgenommen jene wildenKinder der Natur, die schweigend die nunmehr verwüsteteGegend, aus der sie vielleicht früher die Fortschritte der Civi-lisation vertrieben hatten, wieder einzunehmen schienen. IhrenOhren bot sich eben so wenig Erfreuliches dar, als ihrenAugen. Die schwermüthigen Wanderer hörten wohl das Ge-krächz des Raben, der die Abnahme des Fraßes, den ihm derKrieg zugetheilt hatte, zu beklagen schien und hie undda das Geheul irgend eines Herren- und heimathlosen Hun-des, allein keinen Ton, der von Arbeit oder irgend einer Artvon Häuslichkeit zeugte.

Die düstern Gestalten, die mit müden Tritten, wie esschien, über diesen Schauplatz der Verheerung und Plünde-rung wanderten, schienen mit ihrer Umgebung in vollkomme-nem Einklänge zu stehen. Sie sprachen weder mit einander noch blickten sie sich gegenseitig an allein Einer, derKleinere von Beiden, ging seinem Gefährten stets etwa einen-alben Schritt voran. So bewegten sie sich langsam vor-wärts wie Priester, die von dem Todtenbette eines Sünderszurllckkehrcn, oder vielmehr wie Gespenster, die über einenGottesacker Hingleiten.