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24 (1852) Die Verlobten
Entstehung
Seite
423
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ich Euch sagen, daß, so lange er in dem Schlosse der Ver-lobten seines Vetters wohnt, sie ihn Niemanden ausliefert,am wenigsten aber seinem wohlbekannten Lebensfeinde. Laßtdas Fallgatter herab, ihr Wächter, und erhebt es ja nicht ohnemeinen besonder» Befehl."

Raffelnd sank, indem sie so sprach, das Fallgatter herab,und Monthermcr sah sich, voll Aerger über das Mißlingenseines Plans, von der Burg ausgeschlossen.

Unwürdige Lady!" begann er mit Heftigkeit, dann aberhielt er plötzlich ein und sagte zu dem Waffenherolde inruhigem Tone;Ihr seid Zeuge, daß sie eingestanden hat,der Verräther befinde sich auf dieser Burg Ihr seid Zeuge,daß, gesetzlich aufgefordert, diese Eveline Verenger sich weigert,ihn auszuliefern. Thut Eure Pflicht, Herr Herold, wie esin solchen Fällen gewöhnlich ist "

Der Herold trat in Folge dessen vor, und verkündete inder bei solchen Gelegenheiten gebräuchlichen Sprache, daßEveline Verenger, die gesetzlich anfgefordert, sich geweigerthabe, des Königs Truppen in ihr Schloß einzulaffen, undden Leib eines falschen VerrätherS, genannt Damian vonLacy, auszuliefcrn, sich die Strafe des Hochverrats zngezogen,und alle Diejenigen in dieses Verbrechen verwickelt habe, dieihr bei der Vertheidigung des genannten Schlosses gegenihren Lehensherrn Heinrich von Anjou auf irgend eine Artbeigcstanden seien. Sobald des Herolds Stimme schwieg,bestätigten die Trompeten das von ihm ausgesprochene Urthcildurch ein langes unglückweissagendes Schmettern. Voll Ent-setzen darüber flatterten die Eulen und Raben aus ihrenNestern auf, und beantworteten die drohenden Klänge durchihr unglückverkündendes Gekrächz.

Die Vertheidiger der Burg blickten einander mit bleichen