Gesichte, das von seiner Barretmütze und seinem dreifachenFederbusche beschattet war, konnte man den ganzen Ernstbeleidigter Würde lesen. Etwa fünfzig Soldaten, um dasBanner von England versammelt, begleiteten sie.
Als Lavy Eveline am Thore erschien, fragte der Ritternach einer leichten Verbeugung, die mehr eine gebräuchlicheHöflichkeit, als eine freundliche Begrüßung zu sein schien, ober die Tochter Raymond Verengers vor sich sehe, „und ist eswirklich," fuhr er, nachdem er eine bejahende Antwort erhal-ten hatte, fort, „vor dem Schlosse dieses bewährten und eif-rigen Dieners des Hauses Anjou, daß König Heinrichs Trom-peten dreimal ertönen mußten, ohne für diejenigen, welchemit ihres Gebieters Auftrag beehrt sind, Einlaß zu erhalten."
„Meine Lage," antwortete Eveline, „muß meine Vorsichtentschuldigen; ich bin eine einsame Jungfrau, in einer Grenz-veste wohnend. Ich lasse Niemand ein, ohne nach seiner Ab-sicht zu fragen, und ohne überzeugt zu sein, daß seine Gegen-wart sich mit der Sicherheit des Platzes und meiner Ehreverträgt."
„Da Ihr so gewissenhaft und ängstlich seid, Lady," erwie-derte Monthcrmer, „so wißt, daß es in Betracht des jetzigenzerrütteten Zustandes des Landes Sr. Gnaden, dem Könige,gefällt, eine Abtheilung Krieger in Eure Festung zu legen,die hinreichend ist, dieses wichtige Schloß sowohl vor denrebellischen Bauern, die sengen und morden, als vor denWallisern zu schützen, die, wie zu erwarten steht, ihrer Ge-wohnheit nach, in dieser Zeit der Unruhe und Verwirrung,die Gränzen angreifen werden. Oeffnet daher Eure Thore,Lady Eveline, und laßt des Königs Truppen in Euer Schloßein."
„Herr Ritter," antwortete die Lady, „dieses Schloß, wie