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so begegnete ihr der Page Amolet, in einer so großen Ver-wirrung und Angst, als ein Zögling der Ritterschaft kaumbei irgend einer Gelegenheit zeigen durfte- »Lady, edleLady," sagte er, schnell seine Knie vor Evelinen beugend. —„Rettet meinen theuren Gebieter! — Ihr und Ihr alleinkönnt ihn in dieser gränzenlosen Roth retten."
»Ich!" sagte Eveline voll Erstaunen, »ich ihn retten? undaus welcher Gefahr? Gott weiß wie gern ich dieß thäte!"Hier hielt sie plötzlich inne, als scheue sie sich das aus-zudrücken, was aus ihrem Innern zu ihren Lippen cm-pordrang.
»Guy Monthermer, Lady, hält vor dem Burgthore miteinem Wappenhcrolde und dem königl. Banner. Der Erb-feind des Hauses de Lacy kommt in einer solchen Begleitungzu nichts Gutem hiehcr — den ganzen Umfang des Uebclskenne ich nicht, allein des Ucbels wegen kommt er. MeinGebieter erschlug seinen Neffen auf dem Schlachtfclde zuMalpas und deßwegen" — Er wurde hier durch einen aber-maligen Trompetenstoß unterbrochen, der in wilder Ungedulddie uralten Gewölbe der Veste zu erschüttern schien.
Lady Eveline eilte zu dem Thore und fand, daß die Wäch-ter und andere Bewohner der Burg, die sich hier versammelthatten, einander mit zweifelhaften und bestürzten Blicken an-sahcn, die sie nun bei ihrer Ankunft auf sie richteten, als obsie bei ihrer Gebieterin den Muth und den Trost hättensuchen wollen, den sie sich selbst einander mittbcilen konnten.Außerhalb des Thors hielt beritten und in völliger Rüstungein etwas alter und stattlicher Ritter, dessen aufgezogenesVisier einen bereits ergrauenden Bart zeigte. Neben ihmbefand sich der Wappcnherold zu Pferde. Das königlicheWappen war auf sein Amtskleid gestickt, und auf seinem