400
an diesem Morgen zufrieden sein, ohne die Besatzung durchweitere gefährliche Unternehmungen zu verringern.
„Die Zeiten," sagten sie, „find stürmisch, und am klügstenist es, unter einem steinernen Obdache zu bleiben."
Je mehr sich die Krieger ihre Ansichten und Besorgnissemittheilten, je stärker wurde ihre Abneigung gegen die Unter-nehmung. Als daher Amelot, der nach Pagenart sein Pferdvor seinen Augen hatte satteln und vorführen lassen, auf denSchloßhof zurückkam, fand er sie unordentlich und verwirrtumherstchen. Einige waren zu Pferde, andere zu Fuß, allesprachen laut und keiner war in der Ordnung. Ralph Gen-vil, ein Veteraner, dessen Gesicht mit mancher Schramme be-setzt war, und der sich lange Zeit als Glückssoldat umherge-tricben hatte, stand von den Uebrigen getrennt da, in der einenHand den Zaum seines Pferdes und in der andern den Ban-nerspeer haltend, um den das Panier de Lacy'S noch ge-wickelt war.
„Was soll das, Genvil?" sagte der erzürnte Page. „Wa-rum besteigt Ihr Euer Pferd nicht, und entfaltet das Ban-ner? Und was veranlaßt alle diese Unordnung?"
„Es ist wahr, Herr Page," sagte Genvil gelassen, „ichsitze nicht in meinem Sattel, weil ich einige Achtung für die-sen alten seidenen Lappen habe, den ich sonst manchmal da-hin trug, wo Ehre gewonnen wurde, und nun nicht gernedahin führen möchte, wohin man ihm nicht folgen und woman ihn nicht vertheidigen will."
„Kein Marsch — kein Angriff — kein Entfalten des Ban-ners heute!" riefen die Krieger aus, um der Rede des Fah-nenträgers größern Nachdruck zu geben.
„Wie, Ihr Memmen? Wollt Ihr Euch empören?" so riefAmelot, seine Hand an das Schwert legend.