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Eveline den Befehl gab, ihr Beschützer, wie sie Damianemphatisch nannte, solle in ihres Vaters Gemach gebrachtwerden. Mit der Klugheit eines vorgerückten Alters, ertheiltesie die nöthigen Anweisungen für die Aufnahme und dieBequemlichkeit seiner Begleiter, und traf überhaupt alle An-stalten, die ein solcher Zuwachs an Gästen in der Festungerforderlich machte. Alles dies that sie mit der größten Fas-sung und Geistesgegenwart, ja selbst ehe sie ihre unordentlicheKleidung wechselte oder ordnete.
Ein anderer Schritt war noch zu thun. Sie eilte in dieKapelle der Jungfrau. Hier warf sie sich vor ihrer göttlichenBeschützerin nieder, dankte ihr für ihre zweite Befreiung, undflehte um ihren Beistand, und durch ihre Fürsprache um dendes allmächtigen Gottes, auf dem dornigen Pfade, den siezu wandeln genöthigt war. „Du weißt," sagte sie, „daß ichnicht aus Vertrauen auf meine eigene Kraft mich in Gefahrgestürzt habe. O mache mich stark, wo ich am schwächstenbin, laß meine Dankbarkeit und mein Mitleiden nicht zumFallstrick für mich werden; und bewahre mich, indem ich michbemühe, die Pflichten zu erfüllen, die mir die Dankbarkeitauferleqt, von dem Leumunde der Menschen — und bewahremich — o bewahre mich vor den hinterlistigen Anschlägenmeines eigenen Herzens."
Sie betete hierauf ihren Rosenkranz mit heißer Inbrunst,und gebot, nachdem sie in ihr Gemach zurückgckehrt war,ihren Frauen, ihre Kleidung zu ordnen, und die äußern Zei-chen der Gcwaltthat zu entfernen, die sie so eben erst erlittenhatte.