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24 (1852) Die Verlobten
Entstehung
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wohin Ihr diesen verwundeten jungen Mann bringen lassenwollt?"

»Jn'S Schloß," antwortete Eveline laut.Jn'S Schloß,und zwar auf dem kürzesten Wege."

Warum nicht lieber in sein Lager, oder nach MalpaS?"fragte Rosa.Glaubt mir, theuerste Gebieterin, das würdedas Beste sein."

Warum nicht auch warum sollten wir ihn nicht lieberhier auf dem Wege liegen lassen, und ihn so den Messern desWallisers oder den Zähnen des Wolfes Preis geben? Ein-mal Zweimal Dreimal war er mein Erretter. Wohinich gehe, soll auch er gehen; auch will ich keinen Augenblickeher in Sicherheit sein, als bis ich weiß, daß auch er es ist."

Rosa sah ein, daß ihre Vorstellungen keinen Eindruck aufihre Gebieterin machen konnten, und ihr eigener Verstandsagte ihr, daß das Leben des verwundeten Mannes durch einezu lange Fortschaffung gefährdet werden könnte. Ein Aus-weg fiel ihr ein, durch den, wie fie glaubte, dieses Hindernißgehoben werden konnte; allein fie mußte vorher ihren Vaterbefragen. Sie berührte daher ihren Zelter mit der Reitgerte,und in einem Augenblicke war ihre kleine, doch schone Gestaltund ihr muthigcs Pferdchen neben dem riesenhaften Flamän-der und seinem großen schwarzen Rosse.Mein theuersterVater," sagte Rosa,die Lady bat im Sinne, Sir Damiannach dem Schlosse bringen zu lassen, wo er wahrscheinlich einlanger Gast sein wird; was haltet Ihr davon? Istdieß wohl ein heilsamer Entschluß?"

Heilsam für den Jüngling, ohne Zweifel, Röschen," ant-wortete der Flamänder,weil er so eher der Gefahr einesFiebers entgehen wird."