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24 (1852) Die Verlobten
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gefangen hinweggeführt haben. Allein was konnte der Siegihrer treuen Freunde und Anhänger Evelinen nützen, die ineine Höhle eingeschloffen war, welche der Aufmerksamkeit derSieger entgangen zu sein schien. So ward sie aus demSchlachtfelde zurückgelaffen, um wiederum eine Beute desFeindes zu werden, falls er zurückkehrcn sollte, oder um inder Finsterniß und Einsamkeit des gräßlichsten Todes zu ster-ben, den je ein Tyrann ersann, oder ein Märtyrer erduldete.Auch konnte die unglückliche Jungfrau nie an ein solchesSchicksal denken, ohne den Himmel zu bitten, er möchte we-nigstens ihren Todeskampf verkürzen.

In dieser Schreckensstunde erinnerte sie sich an den Dolch,den sie trug und plötzlich durchfuhr der schwarze Gedankeihre Seele, daß, wenn ihr Leben rettungslos verloren sei, siedoch wenigstens das Mittel zu einem schnellen Tode besitze.Als ihre Seele vor einer so furchtbaren Wahl schaudernd er-bebte, drang sich ihr plötzlich die Frage auf, ob diese Waffenicht zu einem wohlthätigercn Zwecke angewendet werdenund statt ihre Leiden zu verkürzen, ihre Befreiung bewirkenkönnte?

Als diese Hoffnung Eingang gefunden hatte, beeilte sichdie Tochter Raymond Verengers den Versuch anzustellen.Durch wiederholte Anstrengungen gelang es ihr, ihre Stel-lung zu verändern, so daß sie ihren Vcrwahrungsort, vor-züglich aber den Gang, durch den sie hereingekommen war,und auf dem sie nun wieder zum Tageslichte zurückzukehrensuchte, untersuchen konnte. Sie kroch bis zur Oeffnung undfand sie, wie sie erwartet hatte, mit Erde und großen Stei-nen so fest zugcmaucrt, daß sie fast alle Hoffnung zur Fluchtverlieren mußte. Die Sache war jedoch in aller Eile bewerk-stelligt worden, und Leben und Freiheit waren ein Lohn, der